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Apropos Wertevernichtung: Den Namen Synovate wird es nicht mehr geben…

GANZENMÜLLER: Der Name Ipsos ist auch nicht schlecht und ich kann es verstehen, dass der Gründer, der auch immer noch Hauptaktionär ist, gerne seinen Namen weiterführen möchte. Aber ich persönlich finde es schade, weil Synovate eine coole Brand ist und ich habe einen riesigen Respekt vor der großen Aufbauleistung, da die Marke aus dem Nichts geschaffen wurde. Aber wir lassen die Werte der Marke Synovate, die sich aus den Namensteilen „Synergie“ und „Innovation“ zusammensetzt, weiterleben und wollen in der Kombination von beiden Unternehmen insgesamt „The better Ipsos“ werden.

Wie lange soll der Integrationsprozess dauern?

GANZENMÜLLER: Beide Organisationen werden bis zum Ende des laufenden Jahres so weitergeführt wie bisher. Allerdings werden wir sicherlich nicht mehr gegeneinander pitchen. Hier müssen sich die Kunden dann entscheiden, von wem sie gerne das Angebot hätten. Wir werden natürlich im letzten Quartal dieses Jahres anfangen, zusammenzuarbeiten. Klar müssen wir ein paar Entscheidungen treffen, wer das Ganze oder einzelne Teilbereiche leitet, welche Tools genutzt werden und wie wir die Economics of Scale heben können, wie wir unsere Prozesse harmonisieren sollen, um dann tatächlich auch am 1. Februar mit „The better Ipsos“ am Markt vertreten zu sein. Es wird dann nur noch eine Marke geben unter einer Leitung …

… die Sie haben werden …

GANZENMÜLLER: Ja, das ist jetzt letzte Woche von der Ipsos-Gruppe bestätigt worden.

Und wann sollen erste Ergebnisse sichtbar sein?

GANZENMÜLLER: Nächstes Jahr, aber alles unter der Voraussetzung, dass wir es schaffen, unsere besten Mitarbeiter zu halten – bei Harald Hasselmann, MD von Synovate, ist uns das glücklicherweise schon gelungen. Wenn wir da weiter erfolgreich sind, habe ich keinen Zweifel, dass die Kombination aus Ipsos und Synovate stärker sein wird als die beiden Teile alleine waren. Wenn wir stärker und effizienter sind – Ipsos Deutschland ist allein im vergangenen Jahr organisch um mehr als 15 Prozent gewachsen, Synovate um circa zehn Prozent – dann haben wir auch weiterhin eine gute Voraussetzung, um eine Erfolgsgeschichte zu schreiben.

Die Fragen stellte Christian Thunig.

Ralf Ganzenmüller ist CEO bei Ipsos Deutschland.

The better Ipsos – Der Merger in Zahlen

Ipsos steigt mit dem Synovate-Deal zum weltweit drittgrößten Marktforschungsinstitut auf hinter Nielsen und der Kantar Group, die zu WPP gehört. Damit sind IMS und die GfK auf die Plätze vier und fünf verwiesen worden. Der konsolidierte Umsatz beträgt 1,75 Milliarden Euro (1,14 Euro im Jahr 2010). Das neue Unternehmen ist in 84 Ländern vertreten. Auch in Deutschland wird es ab Januar 2012 nur noch Ipsos als Marke geben.

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