Business Intelligence

Deutsche Unternehmen benutzen selten Management Dashboards

Fotolia 2014
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27.11.2014.  Der Einsatz moderner Management-Werkzeuge in deutschen Unternehmen ist längst nicht selbstverständlich. Rund die Hälfte aller Unternehmen nutzt noch keine Management Dashboards. Dabei sind diese für alle Entscheidungsträger ein unverzichtbares Hilfsmittel.

Management Dashboards dienen in allen Märkten als wichtige Entscheidungswerkzeuge, um komplexe Informationen und Kennzahlen einheitlich darzustellen, damit das eigene Unternehmen der Konkurrenz die entscheidende Nasenlänge voraus bleibt. Gerade in der Exportnation Deutschland profitieren Unternehmen davon, dass sie globale Markttrends schnell erkennen und auf neue Entwicklungen unmittelbar reagieren können. Hierfür bedarf es einerseits einer exzellenten Markt- und Branchenkenntnis, IT-seitig aber auch leistungsstarker und innovativer BI-Lösungen.

Wie verbreitet ist allerdings der Einsatz von Management Dashboards in Deutschland? Um dieser Frage nachzugehen, beauftragte Arcplan, Softwareanbieter von Business Intelligence (BI)- und Planungslösungen, das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid mit einer Studie zur Dashboard-Nutzung in deutschen Unternehmen. Alarmierende Erkenntnis: Viele deutsche Unternehmen haben den Nutzen von Dashboard-Lösungen noch nicht identifiziert und drohen deshalb hier den Anschluss zu verlieren.

Die Beherrschung der Informations-Masse


Die Kenntnis der wichtigsten Leistungsindikatoren ist für jedes Unternehmen ein wesentlicher Faktor. Wer die eigenen, aktuellen Geschäftszahlen nicht kontinuierlich im Blick behält, gerät im Vergleich zur besser informierten Konkurrenz leicht in Rückstand. Hierbei gilt es heutzutage, die Masse an Informationen so zu beherrschen, dass der Blick wirklich geschärft und nicht getrübt wird.

Laut TNS Emnid setzen aber hierzulande nur 50 Prozent aller befragten Unternehmen Management Dashboards zur Entscheidungsfindung ein. Gerade in der hart umkämpften Handelsbranche verzichten sogar 54 Prozent der Unternehmen darauf. Insgesamt stehen große Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern dem Einsatz zeitgemäßer Managementwerkzeuge aufgeschlossener gegenüber: Ab dieser Größenordnung verzichten nur 37 Prozent auf den Dashboard-Einsatz, während größere Mittelständler (Unternehmen mit 500 bis 1.000 Mitarbeiter) noch zu 49 Prozent auf diese Form der Auswertung von Leistungsindikatoren verzichten.

Unter den befragten Unternehmen, die derzeit keine modernen Business Intelligence-Tools verwenden, will nur ein vergleichsweise geringer Prozentsatz diesen Rückstand aufholen. Rund 38 Prozent der befragten Firmen geben an, dass sie keinen Einsatz eines Management Dashboards planen. In der Handelsbranche ist der Anteil der Verweigerer sogar noch höher: In diesem Bereich wollen fast 43 Prozent der Befragten von der Verwendung moderner Managementwerkzeuge absehen.

Langsame Schritte in globalen Märkten


Unternehmen, die aktuell keine Management Dashboards nutzen, deren Verwendung aber planen, lassen sich mit der Realisierung überwiegend Zeit. Nur ein geringer Prozentsatz der Firmen gab an, dass sie innerhalb der nächsten zwölf Monate ihren Entscheidungsträgern moderne Dashboards zur Verfügung stellen werden. Nicht viel anders sieht es bei der Einführung im Laufe der nächsten ein bis zwei Jahre aus. Große Unternehmen drücken dabei tendenziell etwas mehr aufs Tempo: Bei den Betrieben mit mehr als 1.000 Mitarbeitern beabsichtigt eine Mehrheit der Antwortenden, in den nächsten ein bis zwei Jahren Management Dashboards einzuführen.

Auch der wachsenden Mobilität in der Arbeitswelt wird der Befragung zufolge von vielen Unternehmen noch zu wenig Beachtung geschenkt. So wird laut aktuellen Untersuchungen im Jahr 2015 mehr als eine Milliarde der weltweit beschäftigten Menschen „Mobile Worker“ sein.

„In Zeiten, in denen Daten immer umfassender und schneller zur Verfügung stehen müssen, sind innovative Dashboards für alle Entscheidungsträger in Unternehmen einen unverzichtbares Hilfsmittel. Wer Management Dashboards keine Priorität beimisst oder bei deren Einführung die Anforderungen an Mobilität und Usability außer Acht lässt, spielt der globalen Konkurrenz in die Hände“, warnt Steffen Weissbarth, COO von Arcplan. „Nur dann, wenn die BI-Lösung jederzeit aktiv genutzt wird, profitiert das Unternehmen von der verbesserten Reaktionsfähigkeit, Planungssicherheit und Leistungssteigerung.“

(arcplan/lig)

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