Weltweite Studie

Wearable Devices vor allem in Asien verbreitet

Grafik: TNS Infratest
Grafik: TNS Infratest
10.09.2014.  Das Marktforschungs-Unternehmen TNS Infratest analysiert in seiner Studie „Connected Life“ das weltweite Potenzial digitaler Zukunftstrends. Die Nachfrage nach neuen digitalen Anwendungen ist demnach weltweit hoch, Wearables beispielsweise werden bereits von vielen Bürgern in Asien genutzt.

„Die Studienergebnisse zeigen Markenherstellern Möglichkeiten auf, wie sich Marken mit den Verbrauchern und Kunden im zunehmend komplexeren digitalen Umfeld verbinden können“, sagt Walter Freese von TNS Infratest. Für „Connected Life“ wurden insgesamt 55.000 Interviews mit regelmäßigen Internetnutzern in 50 Märkten weltweit geführt.

Deutsche warten erst einmal ab


Besonders in den Schwellenländern werden zum Beispiel digitale Online-to-Offline Services wie der 3D-Druck oder auch Peer-to-Peer-Kredite und Social Discovery in hohem Maße nachgefragt. In Indonesien bekunden 37 Prozent der Bürger ihr Interesse an diesen Anwendungen des digitalen Wandels. Auf dem afrikanischen Kontinent sind es 45 Prozent der Nigerianer, die die Nachfrage entsprechender Produkte in ihrem Land beflügeln könnten.

Ein hoher Prozentsatz von Internetnutzern in Asien verwendet beispielsweise bereits tragbare Technologien wie Fitbit, Google Glas und Smartwatches. In Hong Kong sind es 29 Prozent, in Singapur 28 Prozent. Während diese Märkte zu den „Early Adoptern“ der Trends gehören, ist Deutschland in der Gruppe der „Follower“, die Trends eher abwarten und erst später aktiv werden.

Internetzugriff immer häufiger von unterwegs


Eine weitere globale Entwicklung, die durch Connected Life belegt wird, ist die „Mobile Centricity“. Immer häufiger wird auf das Internet von unterwegs zugegriffen. So hat das Smartphone oder Handy in Indonesien mit 68 Prozent den größten Anteil aller genutzten Kommunikationsgeräte. Auf dem afrikanischen Kontinent sind es sogar 86 Prozent in Nigeria.

Auch in Deutschland ist der „Mobile-Centric-Trend“ bei jüngeren Nutzern erkennbar. Junge Onliner unter 25 Jahren verbringen im Vergleich zu anderen Altersgruppen nicht nur insgesamt mehr Zeit mit ihren Computern und Handys, sondern haben auch einen stärkeren Fokus auf Mobile Devices. Während sie rund 40 Prozent ihrer digitalen Nutzungszeit auf Smartphones verbringen, liegt dieser Anteil bei den über 50-Jährigen nur bei 20 Prozent.

Freese betont: „Marketingverantwortliche sollten stets die Fragmentierung der Medien im Blick haben. Diese wird häufig als die größte Herausforderung für Marken im digitalen Zeitalter angesehen, tatsächlich ist sie ihre größte Chance.“

(TNS Infratest/asc)

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