Social Buzz

Twitter ist wichtigster Kanal für Medienmarken

Foto: Twitter
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30.10.2014.  Soziale Medien sind mit den klassischen Medien gut verzahnt, zeigt eine Analyse des Monitoring-Spezialisten Brandwatch. Jede der untersuchten Medienmarken der Kategorien TV, Print und Radio hat mindestens einen Twitter- und Facebook-Channel am Start, um Nachrichten zu verbreiten und mit der Community in Kontakt zu treten. Über TV wird vorrangig am Abend und am Sonntag gesprochen, während Print den Social Buzz in den Morgenstunden und an Werktagen erzeugt.

Für den Report „Medien im Social Web“ wählte Brandwatch in Zusammenarbeit mit den Medientagen München 15 führende deutsche Medienunternehmen der Kategorie Print, Radio und TV aus. Während des Untersuchungszeitraums August bis Mitte Oktober 2014 wurde der die Verteilung der Onlinegespräche (Share of Buzz) der Medienkanäle und der einzelnen Medienmarken analysiert.

TV und Print sichern sich die meisten Gespräche


Ein Großteil des Online-Buzz wird von TV und Print eingenommen. Innerhalb des Untersuchungszeitraums gab es insgesamt fast zwei Millionen Erwähnungen zu den 15 Medienunternehmen im Internet. Die fünf untersuchten TV-Marken (ARD, ProSieben, RTL, Sat.1, ZDF) erzeugten dabei das größte Gesprächsvolumen (50 Prozent). Auf Platz 2 folgen die ausgewählten Print-Marken (Bild, Der Spiegel, Die Zeit, FAZ und die Süddeutsche Zeitung) mit einem Anteil von 46 Prozent. Nur vier Prozent des Share of Buzz entfielen auf die Radiosender, darunter 1Live, Antenne Bayern, Bayern1, SWR 3 und WDR 2.

Zu den meistbesprochenen Medienmarken im Social Web gehören der Spiegel, die FAZ und RTL. Mit einem Gesprächsanteil von 18 Prozent setzte sich der Spiegel an die Spitze des Share of Voice innerhalb der einzelnen Marken. Im TV-Bereich zählt RTL zu den meistbesprochenen Sendern im Social Web. Radiosender (hier liegt 1Live vorne) erhalten online vergleichsweise wenige Erwähnungen, was vermutlich vorrangig durch ihren regional begrenzten Wirkungsbereich bedingt ist.

Quelle der Grafik: Brandwatch

Facebook der zweitwichtigste Kanal für Medienmarken


Als Hauptkanal für Gespräche zu Medienmarken wurde Twitter identifiziert. 54 Prozent des ‚Share of Buzz’ ist dort zu finden. Facebook liegt auf Platz 2 mit 21 Prozent, gefolgt von News-Seiten mit durchschnittlich 16 Prozent. Auch innerhalb der Mediengattungen gibt es in der Verteilung der Kanäle keine größeren Unterschiede. Bei allen drei Mediengattungen entfiel jeweils die Hälfte der Gespräche auf Twitter.

Relevanz des „Second Screen“ wird deutlich


Das Mediennutzungsverhalten der Konsumenten spiegelt sich in der Verteilung der Gespräche nach Tageszeit wieder. So wurde festgestellt, dass Print-Medien in den Morgenstunden am häufigsten diskutiert wurden, danach flachen die Gespräche ab. TV-Marken werden zunehmend während des Tages besprochen, der Peak wird jedoch in den Abendstunden erreicht: Zwischen 19 und 21 Uhr gibt es die meisten Gespräche über TV-Marken im Social Web. Das zeigt auch, welche Bedeutung der Second Screen in Deutschlands Wohnzimmern erlangt hat.

Ein weiteres spannendes Ergebnis lautet nach Informationen von Brandwatch: Sonntag ist TV-Tag, zumindest wenn man nach der Anzahl der Gespräche im Social Web geht. Radio wird vorranging werktags besprochen. Am Samstag und Sonntag sind hier die Mention-Volumen am geringsten.

Wettbewerbsvorsprung erreichen


Als Fazit halten die Social-Media-Monitoring-Experten fest, dass über alle Medienkategorien – Print, TV und Radio – eifrig im Social Web gesprochen wird. Während die Online-Erwähnungen für Print sehr stark auf tagesaktuelle Nachrichten fokussiert sind, geht es in der Kategorie TV auch um Sport und spezielle Sendungsformate. Der Buzz im Bereich Radio bezieht sich hingegen stark auf die verschiedenen Sendungen und Aktionen der Stationen. Doch ein Wort haben drei Mediengattungen gemein: Das Wort Liebe wird in allen drei Topic Clouds abgebildet.

Medienmarken, die das Potenzial von Social Media für sich nutzen, können sich also einen entscheidenden Wettbewerbsvorsprung im Bereich Leser/Quoten/Zuhörer sowie Community Engagement und Loyalität verschaffen.

Der Report steht hier zum Download zur Verfügung. (Brandwatch/asc)

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