Energiemarkt

Stromanbieter setzen verstärkt auf direkte Ansprache

Foto: E.ON
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03.06.2014.  Im Kampf um den Stromkunden setzen Versorger stärker auf die direkte Ansprache. Immer mehr Verbraucher werden am Telefon oder auf der Straße kontaktiert. Am häufigsten sind aber weiterhin die Ansprache per Post und per E-Mail. Eher selten genutzt werden von den Anbietern dagegen soziale Netzwerke.

Wie die jährliche Energiemarktstudie „Direktansprache im Stromvertrieb 2014“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov zeigt, wurden 27 Prozent von 1.000 befragten Energieentscheidern in Deutschland am Telefon auf die Leistungen von Stromanbietern aufmerksam gemacht (plus 3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr). 23 Prozent erinnerten sich an eine Direktansprache auf der Straße (plus 2 Prozentpunkte).

Unverändert rund jeder zweite Energieentscheider in Deutschland (51 Prozent) wurde im letzten Jahr mindestens einmal von einem Stromanbieter per Post kontaktiert, per E-Mail rund zwei Fünftel (39 Prozent; minus 3 Prozentpunkte). Soziale Netzwerke sind immer noch ein eher selten genutzter Direktansprachekanal (10 Prozent; plus 2 Prozentpunkte).

Yello Strom am häufigsten genannt


Die befragten Stromentscheider erinnerten sich nach einem Kontakt insbesondere bei einer persönlichen Ansprache an den Stromanbieter – vor allem bei einer Ansprache an der Haustür (36 Prozent) und im Handel (32 Prozent). Mit Abstand am häufigsten wurde dabei Yello Strom genannt, gefolgt von örtlichen Stadtwerken, RWE, Lichtblick, E.ON, Lekker Energie und EnBW.

In den kommenden zwölf Monaten planen insgesamt 41 Prozent der Deutschen einen Wechsel des Stromanbieters, jeder Zehnte ist sich dabei sogar ganz sicher. Damit ist die Wechselbereitschaft zur Vorjahresbefragung um drei Prozentpunkte gesunken. 16 Prozent der Befragten schließen hingegen einen Wechsel im kommenden Jahr kategorisch aus. Hauptgründe hierfür sind die Zufriedenheit mit dem eigenen Anbieter (48 Prozent), das fehlende Vertrauen in andere Anbieter (30 Prozent) und der Glaube, dass sich der Aufwand finanziell nicht lohnt (24 Prozent).

„Zukünftig wird es für Energieversorger wichtiger sein, bisher wechselträge Kundengruppen, die sich nicht von selbst auf die Suche nach einem neuen Anbieter machen, vertrieblich gezielter anzugehen. Dies gilt auch für die Rückgewinnung abgewanderter Kundengruppen durch den regionalen Grundversorger“, sagt Werner Grimmer, Head of Business Unit Energy bei Yougov.

(YouGov/asc)

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