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Das Bundespatentgericht hat im November 2009 bereits entschieden, dass die Begriffe „WM - 2010“ und „EM 2012“ frei sind, also von jedermann für seine Zwecke, auch für die der Werbung nutzen kann. Der Begriff weise nicht auf ein Unternehmen, sondern auf ein Ereignis hin (Bundespatentgericht vom 20.11.2009; Az. 35 W (pat) 35/09).

Verboten ist die markenmäßige Benutzung


Schutz durch eine Marke bedeutet also, dass identische oder verwechselbar ähnliche Zeichen beziehungsweise Bezeichnungen nicht auf den Waren oder ihrer Verpackung angebracht und dass diese Waren natürlich in dieser Verpackung auch nicht angeboten, beworben oder gar in den Verkehr gebracht werden dürfen. Das gilt auch für die Verwendung der Bezeichnungen und Logos auf Geschäftspapieren und in jeder anderen Erscheinungsform von Werbung.

Von einer „markenmäßigen“ Benutzung ist dann auszugehen, wenn der Eindruck entsteht, es handele sich um einen Hinweis auf das werbende Unternehmen. Die Rechtsprechung legt den Begriff der „markenmäßigen“ Benutzung sehr weit aus. Hinweise, auch schriftlicher Art, können diesen Verdacht in der Regel nicht ausräumen.

Eintrittskarten nicht als Gewinn ausloben


Die FIFA möchte jede Aktivität in Marketing, Promotion, Werbung oder PR in Zusammenhang mit einer Fußball-Weltmeisterschaft von ihrer Erlaubnis abhängig machen. Man ist der Meinung, die Fußball-Weltmeisterschaft, und so auch die im Jahre 2014 sei kein Allgemeingut, sondern eine private Veranstaltung der Fußballverbände.

Eintrittskarten dürfen entsprechend den allgemeinen Geschäftsbedingungen auch nicht als Gewinne in Gewinnspielen ausgelobt werden, denn sie sind nicht übertragbar. Auch die Übertragung von Fußballspielen im Rahmen des Public Viewing bedarf der vorherigen Genehmigung des Veranstalters.

Ambush Marketing


Ambush Marketing meint die Werbung im Umfeld der Fußballspiele, zum Beispiel im Stadion ohne eine Genehmigung des Veranstalters oder ohne Sponsorenvertrag. Beispiel: Besuchern eines Fußballspiels werden kostenlos T-Shirts in einer bestimmten Farbe vor Betreten des Stadions übergeben. Werden diese T-Shirts im Stadion angezogen und formieren sich die Träger an bestimmten Stellen im Stadion, kann so für die Fernsehkameras das Logo eines Unternehmens gebildet werden – ohne dass der Werbende Entgelt bezahlt.

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