Wochenrückblick

Hetzjagd auf GDL-Chef, Haribo ohne Gottschalk und das resistente Sandwich

07.11.2014.  Bahnfahrer haben es in dieser Woche mal wieder nicht leicht. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat zum Rekord-Streik aufgerufen, die Medienhetze gibt es inklusive. Beim Bonner Süßwarenhersteller geht eine Werbe-Ära zu Ende und die Lufthansa serviert echte Supersandwiches.

Von Stephanie Dittebrand

Der Aufreger der Woche: Hetzjagd auf GDL-Chef Weselsky


Diese Woche kostet Pendler wahrlich Nerven: Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat mal wieder zum Streik aufgerufen – und das für geschlagene 91 Stunden. An den Bahnhöfen geht so gut wie gar nichts und auf den Autobahnen staut es sich Kilometerlang. Die Züge in der Republik stehen still, dafür überschlagen sich die Medien. Dass seit Wochen über das Für und Wider des Streikrechts, die damit verbundenen Auswirkungen auf die Bevölkerung und geforderte Gesetzesänderungen diskutiert wird, ist keine Überraschung mehr. Doch Berichterstattung kann auch über ein Maß hinausschießen: Den Vogel abgeschossen haben in dieser Streikrunde Bild-Chef Diekmann und Focus-Online-Chef Steil. Die „Bild“ veröffentlichte eine Nummer, unter der sich wütende Bahnfahrer etwas Luft verschaffen sollten: „Wenn Sie dem Bahnsinnigen selbst die Meinung geigen wollen, das ist seine Telefonnummer…“ Hinter der veröffentlichten Nummer verbirgt sich die Durchwahl zum Büro von GDL-Chef Claus Weselsky, dem „Bahnsinnigen“. Diese Aktion geht ja schon zu weit, doch der „Focus“ setzt dem ganzen noch die Krone auf. Reporter hatten sich auf die Suche nach dem Wohnsitz des Streikanführers gesucht und ihre „Rechercheergebnisse“ online veröffentlicht. Zwar wird nicht die genaue Adresse genannt, aber Bilder der Nachbarschaft gezeigt. In den sozialen Netzwerken ernteten Diekmann und Steil böse Worte. Die ganze Geschichte lesen Sie auf „meedia.de“.

Für den Autovermieter Sixt ist Claus Weselsky alles andere als eine Hassfigur. Mit diesem Werbeplakat nutzt Sixt den Streik geschickt für seine Zwecke und ernennt den GDL-Chef kurzum zum Mitarbeiter des Monats.

Die Trennung der Woche: Gottschalk macht Schluss mit Haribo


Ganze Generationen kennen nur ein Gesicht, das sie mit leckeren Goldbären in Verbindung bringen: Goldlocke Thomas Gottschalk. Nach 24 Jahren beendet der Entertainer seine Werbe-Ära für den Bonner Süßwarenhersteller Haribo. In rund 260 Spots hat Gottschalk im TV Gummibärchen und anderes Süßgetier vernascht. Sein „Erbe“ tritt in große Fußstapfen, doch Gottschalk-Nachfolger Michael Bully Herbig sollte diese Aufgabe spielend meistern können, anders als so manch anderer.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:


>>> Souveräne Internetnutzer in der Minderheit
>>> Die Taylor Swift-Spotify-Story und ihre Lehre für das Content Marketing
>>> Onlineshops des stationären Handels erobern Marktanteile zurück




Die Kuriosität der Woche: Ein Sandwich mit Durchhaltevermögen


Mit Sicherheit hat jeder schon einmal vor der geöffneten Kühlschranktür gestanden und sich gefragt, ob der Joghurt oder die Milch auch zwei Tage nach Ablaufen des Mindesthaltbarkeitsdatums noch genießbar ist. Ein kurioses Lebensmittelerlebnis hat jetzt ein Autor des „Sterns" veröffentlicht: Nach eineinhalb Jahren fiel ihm ein Sandwich entgegen, das er auf einem Flug mit der Lufthansa als Snack erhalten hatte. Ob das wohl noch geschmeckt hat? Den ganzen Erfahrungsbericht lesen Sie auf „stern.de“.

Der Wettbewerb der Woche: Doktoranden tanzen ihre Arbeiten


Ausdruckstanz ist nur was für das Balett oder die Waldorfschule? Von wegen! Für den Wettbewerb „Dance your PhD“ tanzten Wissenschaftler und Doktoranden jetzt ihre Forschungsarbeiten. Die Themen und Gewinnervideos hat „Spiegel Online“ zusammengefasst.

Der Patzer der Woche: Das iPad hinter dem Tablet


Wofür nutzen amerikanische Fernsehreporter wohl ein Tablet von Microsoft? Richtig, als Stütze für das eigene iPad. Blöd aber, wenn der Sender einen Vertrag mit dem Konzern abgeschlossen hat und das Surface Pro 3-Tablets exklusiv eingesetzt und genutzt werden soll. Noch blöder ist, wenn man während der Live-Sendung erwischt wird, wie man hinter dem Tablet heimlich am iPad spielt. Den Zuschauern entgeht eben nichts und das Beweismaterial landet schnell im Internet. Eine echte PR-Blamage für CNN, witzig ist es trotzdem.

Das Video der Woche: Zwei Werbeclips in Einem


Werbung kann auch interaktiv sein. Das zeigt Honda mit einem Youtube-Doppelclip für den neuen Civic Type R. Drückt man während des Videos die R-Taste, wechselt man vom einen zum anderen Video. Ziemlich beeindruckend. Das Zwei-in-Eins-Video gibt es auf dem Youtube-Channel von Honda. Einen kurzen Einblick (ohne Umschaltfunktion) gibt es hier:

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