Wochenrückblick

Groko im Amt, Jack Wolfskin zeigt Gnade und eine Sekunde Glück

20.12.2013.  Nach wochenlangen Verhandlungen ist sie endlich im Amt: die Große Koalition. Die SPD-Basis hat "Ja" gesagt und Angela Merkel ist zur neuen alten Bundeskanzlerin gewählt worden. Am Kabinettstisch hat sich jedoch einiges geändert, dabei erregt eine Personalie ganz besondere Aufmerksamkeit. Der Outdoor-Bekleider Jack Wolfskin lässt Milde walten und verschont die "Fünf Freunde" und deren Tatze im Logo. Und die belgische Mimi Foundation beschert Krebspatienten eine ganz besondere Sekunde.

Von Johannes Steger

Die Wahl der Woche: Personalentscheidungen, die bewegen


Zum Wort des Jahres hat es schon mal gereicht. Die Gesellschaft für deutsche Sprache kürte Groko (Große Koalition) zum dem Begriff, der Deutschland 2013 am meisten bewegte. Recht hat die Jury, denn nichts beschäftigte die Öffentlichkeit in den Wochen nach der Bundestagswahl so sehr, wie die Verhandlungen zwischen Union und SPD. Am letzten Wochenende war es dann auch endlich soweit: Die SPD-Basis stimmte dem Koalitionsvertrag zu und Deutschland erfuhr kurze Zeit später, wer jetzt von wo aus die Geschicke des Landes leiten darf. Sigmar Gabriel ist Wirtschaftsminister, CSU-Mann Friedrich jetzt für Landwirte und Verbraucher zuständig und Ursula von der Leyen wird Verteidigungsministerin und damit die erste Frau auf diesem Posten. Was macht die Politikerin, die von vielen als nächste Kanzlerin gehandelt wird, auf dem Schleudersitz am Kabinettstisch?, fragt da mancher. Im Netz sorgte die Personalentscheidung für reichlich Wirbel. Einige fragten nach der Qualifikation, andere empfanden die Besetzung als richtig und wieder andere spotteten lieber.

Ursula von der Leyen scheint das Ganze gelassen zu sehen: Auf die Nachfrage bei Günther Jauch, was sie denn für das Amt qualifizieren würde, antwortete sie trocken: „Ich habe nicht gedient.“

Der Rückzieher der Woche: Jack Wolfskin verschont 5 Freunde


Marken und ihre Logos haben eine sehr besondere Beziehung: Ohne einander sind sie aufgeschmissen. Kein Wunder also, dass Marken ihre Markenzeichen gerne mal mit aller Härte verteidigen. Das kennt man von Apple, denn das Unternehmen drohte schon mal einem Cafe mit Apfel im Namen rechtliche Schritte an. Dass das nicht nur US-Konzerne können, beweist Jack Wolfskin. Die Outdoor-Marke lag im Dauerclinch mit der Produktionsfirma der Filmreihe „Fünf Freunde“. Stein des Anstoßes war das Symbol eines Tatzenabdrucks im „Fünf Freunde“-Logo, der dem der Outdoor-Marke ähnelte. Bis vor Gericht trug Jack Wolfskin diesen Streit. Am Ende einigte man sich aber: Die Tatze darf bleiben, aber die Produzenten müssen sich auf Film- und Filmrechte beschränken und dürfen Merchandising-Produkte lediglich außerhalb der Produktpalette der Outdoor-Marke vertreiben. Schade, dann gibt es wohl keine „Fünf Freunde“- Nordic Walking-Stöcke.


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Die Aktion der Woche: Eine Sekunde Glück


Wenn Weihnachten näher rückt, kommen die Sorgen: Sind alle Geschenke beisammen und passt der Weihnachtsbaum auch wirklich ins Wohnzimmer? Dass das allerdings Sorgen sind, über die sich manche Menschen freuen würden, gerät manchmal in Vergessenheit. Denn wer an einer schweren Krankheit leidet, der denkt meist an nichts anderes und das pausenlos. Die Mimi Foundation möchte das ändern und erfüllt in Belgien diesen Menschen den Wunsch, einmal nicht an ihre Krankheit zu denken. Dafür hat die Organisation eine wundervolle Aktion gestartet. In „If only for a second“ werden Krebspatienten mit verbundenen Augen verkleidet, maskiert und frisiert. Und in dem Augenblick, in dem sich die Teilnehmer das erste Mal im Spiegel sehen, wird klar: ein Moment ohne Sorgen.

Der Link der Woche: Die schrecklichsten Weihnachtsmärkte


Die englische Stadt Milton Keynes ist bekannt für Europas größte Skihalle mit echtem Schnee und als Sitz des Formel1-Teams Red Bull Racing. Doch das schien der Stadt noch nicht zu reichen und so eröffnete man pünktlich zur Weihnachtszeit das Winter Wonderland MK. Leider hielt der weihnachtliche Wunderpark nicht so ganz, was die Werbung versprach. Der Weihnachtsmann war viel zu dünn und jung, die Schlittschuhbahn hatte kein Eis und der versprochene Weihnachtsmarkt war gar nicht erst da. Nach einer Beschwerdewelle auf Facebook musste der Park nach nur einem Tag schließen. Der britische Guardian nahm das zum Anlass, um die schlimmsten Weihnachtsattraktionen aufzulisten. Wenn Sie sich das nächste Mal über Ihren heimischen Weihnachtsmarkt ärgern, lohnt ein Blick auf diese Liste..

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