Neue Ressort-Struktur

Funke Mediengruppe schafft Voraussetzungen für Übernahme der Springer-Titel

M. Braun, T. Ziegler, C. Nienhaus (v. l.)
M. Braun, T. Ziegler, C. Nienhaus (v. l.)
10.10.2013.  Die Funke Mediengruppe, vormals WAZ Mediengruppe, schafft mit einer neuen Aufbauorganisation die strukturellen Voraussetzungen für die Übernahme zahlreicher Axel-Springer-Titel. „Auf das Unternehmen kommen große Aufgaben zu“, sagt Martin Kall, Vorsitzender des Aufsichtsrates. Dadurch, dass die Organisation nun in die drei Ressorts „Zeitschriften“, „Regionalmedien“ und „Personal, Finanzen & Dienstleistungen“ gegliedert sei, sei man für die neuen Herausforderungen gut aufgestellt.

Im Rahmen der Transformation von einem Zeitungsverlag zu einem Medienhaus passt die Funke Mediengruppe ihre Aufbauorganisation an. Ziel ist eine klare Zuordnung der Verantwortlichkeiten sowie eine Ausrichtung auf zwei gleich wichtige Geschäftsfelder: Zeitschriften und Regionalmedien. Gleichzeitig werden mit der neuen Struktur die Voraussetzungen für eine schnelle und wirkungsvolle Integration der Titel geschaffen, die Funke – vorbehaltlich der Entscheidung des Bundeskartellamtes – im Januar 2014 von Axel Springer übernehmen will.

Im Ressort „Zeitschriften“ werden alle deutschen und ausländischen Titel zusammengefasst. Manfred Braun, der das Zeitschriftengeschäft auf- und ausgebaut hat, wird das Ressort führen. Mit der Übernahme der Zeitschriften-Titel von Axel Springer – dies sind die Programmzeitschriften „Hörzu“, „TV Digital“, „Funk Uhr“, „Bildwoche“ und „TV Neu“ sowie die Frauenzeitschriften „Bild der Frau“ und „Frau von Heute“ – bekommt dieser Bereich eine noch wesentlichere Bedeutung.

Zeitungstitel vorwiegend in NRW und Thüringen


Alle Aktivitäten, die mit den Regionaltiteln zu tun haben, werden im Ressort „Regionalmedien“ gebündelt. Dazu gehören Redaktionen und Verlagsbereiche der Zeitungen in Nordrhein-Westfalen („Westdeutsche Allgemeine Zeitung“, „Westfälische Rundschau“, Neue Ruhr / Neue Rhein Zeitung“, „Westfalenpost“), die Anzeigenblätter und die Vermarktung in NRW, die Zeitungsgruppe Thüringen („Thüringer Allgemeine“, Ostthüringer Zeitung“, „Thüringische Landeszeitung“) und die Braunschweiger Zeitung. Hinzu kommt die Verantwortung für die Druckereien und die Logistik. In Zukunft sollen auch Redaktionen und Verlagsbereiche des „Hamburger Abendblatts“ und der „Berliner Morgenpost“ – beide wird der Springer-Verlag verkaufen – zu dem Ressort gehören, das von Christian Nienhaus geführt wird.

Im Ressort „Personal, Finanzen & Dienstleistungen“ werden alle Holding- und Dienstleistungs-Funktionen sowie die Aktivitäten zum Aufbau weiterer Geschäftsfelder gebündelt. Dazu gehören neben dem Finanz- und Rechnungswesen, Konzerncontrolling, IT, Einkauf, Immobilien- und Facility Management zukünftig auch die Bereiche Personal, Recht, Interne Revision und Unternehmenskommunikation. Zudem werden von diesem Ressort aus auch die Online-/Digital-Aktivitäten gesteuert. Thomas Ziegler wird dieses Ressort verantworten.

Klaus Schubries, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, erklärt: „Wir freuen uns, dass wir auch weiterhin auf das bewährte Geschäftsführungsteam setzen können. Ganz bewusst stärken wir den Bereich Zeitschriften: Er hat sich unter Führung von Manfred Braun zu einer tragenden Säule des Unternehmens entwickelt – wir wollen ihn unter seiner Verantwortung weiter ausbauen.“

(Funke Mediengruppe / asc)

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