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Variabler Datendruck (VDP) ist die wichtigste Voraussetzung, um den veränderten Kundenwünschen optimal entsprechen zu können. Während bei statischen Druckprodukten ein leichter Rückgang prognostiziert wird, erwartet man beim Digitaldruck eine Verdoppelung des bestehenden digitalen Printvolumens auf ein Gesamtvolumen von 14 Prozent bis zum Jahr 2017.

72 Prozent der Akzidenzdruckereien im drupa-Panel bieten VDP an, davon berichten 56 Prozent über ein leichtes bis größeres Wachstum, das allerdings bei kleinem Ausgangsvolumen. Eine weitere bemerkenswerte Entwicklung ist der rasant wachsende Markt für interaktiven Druck (QR-Codes, Augmented Reality). Er eröffnet Print eine wichtige Rolle beim Onlinehandel. 32 Prozent der Panelmitglieder bieten mindestens eine solche Dienstleistung an.

Für die Verpackungsindustrie gilt, dass die Hälfte der befragten Experten mindestens eine Form von interaktiven Druck im Portfolio hat. Dabei realisieren 43 Prozent Variablen Datendruck und 41 Prozent bieten kundenindividuelle Druckdienstleistung.

Im ersten Schritt müsse sich die Druckindustrie jedoch noch stärker um Nähe zum Auftraggeber und seiner Kunden bemühen, heißt es in der Studie. Erst dann lasse sich das Potenzial von Personalisierung beziehungsweise Versionalisierung von Druckprodukten erschließen.

Kaum integrierte Kampagnen der Anbieter


Das Internet hilft der Branche, im Wettbewerb zu bestehen, hat die Vertriebs- und Marketingstrukturen aber grundlegend verändert. Das drupa-Expertenpanel räumt ein, sich nur unzureichend mit Neuerungen wie der Kundendatenverwaltung (lediglich 34 Prozent verwenden diese Technik), Webseitenanalyse (23 Prozent) und sozialen Medien (25 Prozent) auseinandergesetzt zu haben, und nur 17 Prozent nutzt diese Möglichkeiten bei integrierten Kampagnen, die erwiesenermaßen die beste Art darstellen, diese Kanäle zu nutzen.

Was die „Customer Journey“ über mehrere Kanäle und ihre Wirksamkeit betrifft, so hat ein Großteil der Mitglieder des drupa-Panels (84 Prozent) angegeben, FTP/Upload-Portale zu nutzen, aber nur 55 Prozent verwenden eine automatisierte Preflight-Prüfung und nur 44 Prozent verwenden DAM. Lediglich 47 Prozent arbeiten mit integrierter Kalkulation, Auftragsverwaltung und Jobtickets. 21 Prozent setzen ein automatisiertes System für die Auftragsabwicklung von der Anfrage bis zur Fakturierung ein.

68 Prozent des Panels tätigt seinen Einkauf zwar online, aber weniger als die Hälfte der Befragten verwendet das Internet zu Schulungszwecken, Personalsuche, Verbesserung der Business Intelligence oder zur Bonitätsprüfung. Das Ergebnis erstaunt die Studienverantwortlichen: Nur eine geringe Anzahl von Unternehmen nutzt das Potenzial dieser Online-Dienste zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit, betonen sie.

(Messe Düsseldorf/asc)

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