Wochenrückblick

Dm wird Erster, Deutschland auch und Jamie Oliver empört das Netz

21.11.2014.  Für die Handelsmarke dm gibt es Grund zur Freude: Im Ranking der Consulting-Firma OC&C schafft es die Drogeriekette auf den ersten Platz. Auch Deutschland legt beim Image zu – und wird beliebtestes Land. Jamie Olivers Beliebtheitswerte könnten sich deutlich verschlechtern – Schuld daran: eine Chilischote.

Von Johannes Steger

Das Ranking der Woche: Die beliebtesten Handelsmarken


Sie sind ein nahezu täglicher Ankerpunkt unserer Konsumwelt: die Handelsmarken. Und wenn uns etwas im Alltag begleitet, dann muss alles passen: Preispolitik, Kundenzufriedenheit und Markenwahrnehmung. Die Consulting-Firma OC&C hat ihre diesjährige Marktstudie vorgelegt, in der genau das in Bezug auf Deutschland untersucht wurde. Auf Platz eins schafft es in dem Ranking die Drogeriekette dm. Dabei dürfte die Marke nicht nur durch seine modernen Märkte überzeugt haben, auch das Image des Konzerns ist positiv. Anders als der untergegangene Konkurrent Schlecker präsentiert sich dm nicht nur als kundenorientiert, sondern auch mitarbeiterfreundlich, wie dm-Chef Götz Werner immer wieder betont. Doch das scheint nicht das alleinige Argument für eine gute Position im OC&C-Ranking zu sein, denn auf dem zweiten Platz landet der Online-Händler Amazon. Zumindest was die Schlagzeilen angeht, hatte man dem in der Vergangenheit wenig Mitarbeiterfreundlichkeit unterstellt: Immer wieder streiken Mitarbeiter, eine ARD-Doku prangerte die Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern an. Dennoch: Das Negativimage scheint vergangen.

Auf Platz drei findet sich dann eine Überraschung: Breuninger. Das schwäbische Textilunternehmen fand sich 2013 noch auf Platz 32. Noch mehr Ergebnisse und eine ausführliche Analyse findet sich auf „Handelsblatt Online“.

Der Gewinner der Woche: Deutschland


In Zeiten des globalen Wettbewerbs müssen nicht nur Unternehmen ihre Marken möglichst einzigartig und positiv positionieren, auch Staaten verstehen sich zunehmend als Marken, die es imagefördernd zu präsentieren gilt. Da gibt es Tourismuswerbung, Image-Kampagnen zur Investitionsförderung oder Werbung für einzelne Produkt- oder Industriebereiche.
Richtig schön wird Werbung für Unternehmen natürlich immer erst, wenn die Verbraucher das vorgestellte Image auch zur Kenntnis nehmen und es sich in ihrer Kaufentscheidung widerspiegelt. Das ist bei Staaten nicht anders, allerdings meist ohne die Kaufentscheidung – aber ein gutes Image kommt nicht nur dem Tourismus oder Investitionen zu Gute. Weiter gedacht hieße das auch: Wenn ein Land hohes Ansehen genießt, wirkt sich das auch auf seine exportierten Waren aus.
In der letzten Woche konnte sich nun Deutschland über so ein Sternchen für das landeseigene Image freuen. Die GfK hat eine internationale Studie vorgestellt, laut der Deutschland das beliebteste Land der Welt ist – die Bundesrepublik stößt damit den Spitzenreiter USA vom Thron. Verantwortlich für den Erfolg, wenn wundert´s, sei dafür auch der Weltmeistertitel. Hinter Deutschland folgen dann die USA, Großbritannien und Frankreich. Wer sich um seine Marke ernsthaft Gedanken machen sollte: Russland. Hier ging es nämlich in der Beliebtheit deutlich nach unten – das Land schafft es im Ranking nur noch auf Platz 25.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:


>>> Chancen warten nicht auf Budgetierungstermine
>>> “Adaptive Content” und der neue Anspruch im Content Marketing
>>> Social-Media-Marketing: Mit Familienunternehmen geht’s leichter




Der Shitstorm der Woche: Scharfe Chilischoten


Dass man Kinder nicht schlägt, sollte der gesunde Menschenverstand gebieten. Dem aufmüpfigen Nachwuchs begegnet man mit Worten und einer Diskussion – oder aber, wenn man ein englischer Starkoch ist: mit Chilischoten. Jamie Oliver, Kochikone der britischen Inseln, bestrafte einer seiner Töchter mit einer besonders scharfen Chilischote, mit der er einen Apfel präparierte, erzählte er freimütig. Eine ziemlich fragwürdige Methode, findet nicht nur manch ein Fernsehzuschauer. Im Netz setzte sofort heftiger Protest ein, wie „Meedia“ berichtet.

Die Werbung der Woche: Ein bisschen Frieden


Der Erste Weltkrieg ist kein schönes Thema und auf den ersten Blick wirkt Werbung damit eher abwegig. Aber was die britische Handelskette Sainsbury’s als Weihnachtsspot jetzt vorstellte, rührt an. Der Film erinnert an den Weihnachtsfrieden im Ersten Weltkrieg, an dem britische und deutsche Soldaten für kurze Zeit die Waffen ruhen ließen und gemeinsam Weihnachten verbrachten. „Meedia“ hat es aufgeschrieben.

Das Video der Woche: Autokorrektur


Wer kennt das nicht: Schnell eine SMS getippt, auf Senden gedrückt und plötzlich: Was steht da denn jetzt? Dann hat die Autokorrektur mal wieder zugeschlagen. Was uns eigentlich das Leben erleichtern sollte, sorgt manchmal für reichlich kuriose Zwischenfälle.

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