Wochenrückblick

Die Markenlieblinge der Deutschen, Ärger für Calvin Klein und teuflisches Spielzeug

Foto: Nivea
Foto: Nivea
14.11.2014.  Welche Marken mögen die Deutschen? Das Meinungsforschungsinstitut YouGov ist der Frage nachgegangen und veröffentlichte die Top-Marken 2014. Calvin Klein würde es aktuell wahrscheinlich nicht in das Ranking schaffen – zumindest wenn es nach den Kritikern im Netz geht. Und eine US-Amerikanerin bereitet ihrer Tochter ein teuflisches Geschenk.

Von Johannes Steger

Die Lieblinge der Woche: Diese Marken mögen die Deutschen


Marken sind Leuchttürme im Meer des Warenangebots, schreibt der Konsumforscher Kai-Uwe Hellmann. Sie geben uns Orientierung, welches Produkt wir – dank einprägsamer Werbeversprechen – dann doch lieber kaufen als andere. Manchmal werden sie dadurch sogar zu unseren Lieblingen. Das Markenimage entscheidet: Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat sich damit beschäftigt, welche Marken uns Deutschen ganz besonders am Herzen liegen. Auf Platz eins schafft es bei diesem Ranking die Traditionsmarke Nivea. Wahrscheinlich gibt es keinen Deutschen, dem die blaue Dose kein Begriff ist. Augenscheinlich ist es den Hamburgern gelungen, ihr traditionsreiches Markenimage über die Jahre hinweg immer wieder zeitgemäß anzupassen, ohne dabei den Markenkern zu beschädigen. Auf Platz zwei schafft es Samsung, auf dem dritten Platz landet die Drogeriemarktkette dm. Bei den Automarken schafft es Volkswagen auf den ersten Platz. Welche Marken sonst noch gute Platzierung aufweisen und eine detaillierte Analyse liefert „Handelsblatt Online“.

Das Tool der Woche: Hilfe für den Besserwisser


Markenimage schön und gut, aber was steckt denn eigentlich hinter den Markennamen? Zum Beispiel hinter dem Namen der Supermarktkette „Rewe“ oder des Energiekonzerns „Degussa“? Rewe steht für „Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften“, Degussa für „Deutsche Gold- und Silber-Scheide-Anstalt“. Das mag manch einer jetzt als unnützes Markenwissen bezeichnen, für die Neunmalklugen ist es aber durchaus ein hilfreiches Rüstzeug. Oder einfach nur interessant zu wissen. „Handelsblatt Online“ hat eine Auswahl zusammengestellt.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:


>>> Die Krise steckt in einer Krise
>>> Die Top-Marken 2014 heißen Nivea und Samsung
>>> Internationale Krisen bereiten Verbrauchern Sorgen




Der Ärger der Woche: Calvin Klein im Shitstorm


Myla DalBesio ist 27 Jahre alt und trägt Größe 38. Soweit, so unspektakulär. Wäre DalBesio nicht aufstrebendes Jung-Model und hätte gerade nicht einen Werbedeal für die Marke Calvin Klein an Land gezogen. Für die berühmte Unterwäsche posiert das Model nun also von Plakatwänden und Anzeigen. Soweit, so unspektakulär. Dem US-Magazin „Elle“ erklärte sie jetzt aber, dass sie mit ihrer Größe defintiv dicker sei als die Mädchen, mit denen Calvin Klein bisher zusammen gearbeitet hätte. Und da wurde es dann doch auf einmal ziemlich aufregend. Denn die Äußerungen bescherten der Modemarke einen ordentlichen Shitstorm. Plus Size mit Größe 38? Das fanden viele ziemlich daneben. DalBesio und Calvin Klein versuchten es mit Beschwichtigung. Wirklich funktioniert hat das nicht. Die ganze Geschichte hat „Spiegel Online“ aufgeschrieben.

Noch mehr Ärger der Woche: „Daily Mail“ und die Sandwiches


Die Briten haben so ihre Nationalheiligtümer: Fünf-Uhr-Tee, die Königsfamilie und die Beatles. Um nur drei zu nennen. Auch das Sandwich gehört dazu, schließlich handelt es sich dabei um eine britische Erfindung. Die Geschichte: John Montagu, 4. Earl of Sandwich, hatte das Kartenspiel angeblich so gern, dass er darüber keine Zeit zum Essen fand. Und so oder so ähnlich wurde der handliche Snack erfunden. Und ging ein in die lange Liste der britischen Kulturgüter. Mit denen sollte man keinen Schabernack treiben. Das durfte jetzt auch die britische Tageszeitung „Daily Mail“ erfahren. Die druckte auf ihrer Titelseite die Frage, ob es denn in Großbritannien keinen mehr gäbe, der ein anständiges Sandwich zubereiten könne. Prompt protestierten tausende Briten via Twitter. Was dahinter steckt, hat „Interview“ aufgeschrieben.

Das Geschenk der Woche: Teufelszeug für eine Zweijährige


Es ist rosa und sieht aus wie eine Blume. Das passt doch für das kleine Töchterlein, dachte sich eine Mutter aus dem US-Bundesstaat Ohio und packte den Spiegel ein. Doch, oh Schreck, zu Hause kam dann das böse Erwachen. Der Spiegel entpuppte sich nämlich als ziemlich makabrer Teufelsstab. Statt Musik gab es hämisches Gelächter und hinter der Spiegelfolie versteckte sich eine teuflische Fratze. Die Mutter ist außer sich, wie „Stern.de“ berichtet, der Händler will den Stab aber nicht aus dem Sortiment nehmen.

jetzt twittern auf Facebook teilen
SERVICES & SHOP

Absatzwirtschaft-Archiv

Alle Print-Artikel der Absatzwirtschaft seit 1982

Sie können einzelne Artikel (PDF) einfach erwerben. Für Abonnenten kostenlos.

Zur Erweiterten Suche

Aktuell in Communication

Bildergalerien wichtiger Events


>>Zu den Bildergalerien

Social Collaboration: Mit Microsoft Sharepoint die Zusammenarbeit in virtuellen Teams und Projekten effizient steuern. mehr...

Datenbanken + Medien

Marketing-GlossarHier gibt es die Begriffe zu den wichtigsten Themen der absatzwirtschaft-Welt.   mehr
Jobs-KarriereRecherchieren Sie rund 140 000 Jobs in Deutschland!   mehr
Marken-LexikonProf. Dr. Karsten Kilians "Marken-Lexikon" mit über 1.000 Markenfachbegriffen   mehr

Messe Düsseldorf