Werbewahrnehmung

Coca-Cola, McDonalds und Volkswagen gewinnen den Juli

29.08.2013.  Eine Mitmachaktion beschert Coca-Cola den ersten Platz in der Werbewahrnehmung im Juli. Die Getränkemarke bricht damit die Dauerpräsenz der Automarken auf der Pole Position. McDonalds erobert einen starken zweiten Platz, Volkswagen landet auf der drei. Auch Vodafone und Mercedes behaupten sich in der Top 10.

Von Johannes Steger

Jeden Monat veröffentlicht die Innofact AG einen Bericht zur Markenwahrnehmung in der Werbung. Das Düsseldorfer Meinungsforschungsinstitut befragt dafür Verbraucher, welche Marken ihnen im vergangenen Monat besonders häufig aufgefallen sind. Monat für Monat zeichnet sich so ein spannendes Bild über den Erfolg oder Misserfolg von Markenstrategien.

Egal wo auf der Welt der Mensch hinreist, eine gewisse braune Brause ist schon da. Coca-Cola, die alt-ehrwürdige Markenikone trinken Verbraucher von New York bis Fidji. Lediglich Nordkorea und Kuba verweigern bisher die Einfuhr der uramerikanischen Limonade und sind damit der verbliebene Rest der einstigen kommunistischen Cola-Blockade. Anders als die hat es Coca-Cola mühelos ins 21. Jahrhundert geschafft und erfreut sich auch dank aufwendiger und innovativer Werbe- und Marketingkampagnen größter Beliebtheit. Weißer Schriftzug auf rotem Grund, zusammen mit der geschwungenen Schrift - das kennt jeder. Nur, dass nicht unbedingt Coca-Cola drauf stehen muss, damit Coca-Cola auch drin ist. In der Kampagne „Trink ne Coke mit“ waren die Konsumenten aufgerufen, ihren eigenen Namen auf die Flaschen drucken zu lassen und sie im Internet zu bestellen. In Vorproduktion gingen geläufige Namen wie Alex oder Yvonne oder mit Begriffen wie Prinzessin oder Actionstar, die dann in Supermärkte, Tankstellen und Kiosken erstanden werden konnten.

Gerade Teenager sollten mit dieser Werbeidee angesprochen werden. Begleitet von Plakatwerbung, Online-Kampagne und zielgruppenaffinen Testimonials wie Mr. Tutorial oder den YouTube-Stars Y-Titty wurde die Aktion gestartet. „Die emotionalste Cola-Vermarktung aller Zeiten“ scheint zu funktionieren, in der Werbewahrnehmung steigt die Brause von 1,6 Prozent im Juni auf stolze 3,3 Prozent im Juli.

Wenn Marken große Mitmach-Kampagnen starten, sind Witzbolde meistens nicht weit. Damit es keine Kraftausdrücke oder sonstige anstößige Wörter auf das Etikett schaffen, hatte der Konzern eine Blacklist angelegt. Das vom Nutzer eingegebene Wort wurde dann mit dieser Liste abgeglichen und im Falle des Falles nicht produziert. Die Liste stand im Netz und manche machten sich einen Spaß daraus das System auszutricksen. „Trink ne Coke mit Salmonellen“ war einer dieser Scherze. Dem Erfolg der Kampagne hat das aber nicht geschadet, mehr noch: Es darf davon ausgegangen werden, dass selbst diese Späße die Aufmerksamkeit für die Aktion noch mehr befeuert haben.

Trink ne Coke mit Prinzessin:

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