Wochenrückblick

Burger King schmiert ab, Twitter-Manager verzwitschert sich und bei WhatsApp hakt es weiter

Screenshot WhatsApp 2014
Screenshot WhatsApp 2014
28.11.2014.  Nach den Walraff-Enthüllungen hat Burger King die Verträge mit dem betroffenen Franchiser gekündigt. Der Image-Schaden aber bleibt – und die Kunden schauen sich nach Alternativen um. Dass das Internet nie vergisst, musste jetzt ausgerechnet der Twitter-Finanzchef lernen. Und bei WhatsApp hakt es immer weiter.

Von Stephanie Dittebrand

Der Absturz der Woche: Fast-Food-Riesen immer unbeliebter


Da steht der nächste Protest vor den Türen der Fast-Food-Läden und niemand geht hin? Das könnte in Zukunft nicht nur Burger King passieren. Denn die rosigen Zeiten der großen Burger-Imperien sind längst vorbei. Nach dem Bekanntwerden von gravierenden Hygienemängeln verliert nicht nur der Konzern mit der Krone massenhaft Kunden in Deutschland. Auch die Umsätze bei McDonald’s schrumpfen, die Image-Krise breitet sich aus. Nur wo zieht es die Kunden hin? Verzichten die bald ganz auf ihre Fleischbulette im Brot? Mitnichten! Die Kunden gehen jetzt in „Fast-Casual“-Restaurants, junge Ketten, die sich durch eine gehobene Menukarte auszeichnen und die schnelle Nahrungsaufnahme in einem modernen Ambiente entschleunigen. In deutschen Großstädten haben sich lokale Ketten bereits bei den hippen und bewusster essenden Burger-Liebhabern durchgesetzt. Das Essen soll zwar noch immer schnell auf den Tisch, aber die Qualität der Produkte und die einwandfreie Zubereitung stehen im Vordergrund. Bio und gesund muss es sein. Dafür sind die Kunden auch bereit, etwas tiefer in die Taschen zu greifen. Und die schwappen immer weiter über die Stadtgrenzen. Den Wandel der Fast-Food-Welt hat „Handelsblatt Online“ im Detail betrachtet.

Der Patzer der Woche: Finanzchef twittert Geschäftspläne


Twittern muss gelernt sein. Wer dort arbeitet, sollte das Mikroblogging eigentlich im Schlaf beherrschen, könnte man annehmen. Doch ausgerechnet der Twitter-Finanzchef Anthony Noto musste in dieser Woche die Tücken des Zwitscherns am eigenen Leib spüren. Statt einer Privatnachricht veröffentlichte Noto aus Versehen seine Geschäftspläne. „Ich finde immer noch, wir sollten sie kaufen. Ich habe einen Plan.“ Für alle sichtbar sprach er sich für die Übernahme einer (unbekannten) Firma aus. Die Kurznachricht wurde zwar schnell wieder gelöscht, aber das Internet vergisst ja bekanntlich nie. Ein Screenshot kursierte schnell durch das gesamte Netz. Die ganze Geschichte, samt „Beweisfoto“, gibt es auf „Handelsblatt Online“.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:


>>> Twitter in Trouble
>>> Big Data ermöglicht intelligentere Onlinewerbung
>>> Pressestellen sind frustiert von Social Media




Das Update der Woche: WhatsApp jetzt mit Zeitstempel


Die blauen Häkchen an Nachrichten, die über den Kurznachrichtendienst WhatsApp versendet werden, haben schon für jede Menge Ärger gesorgt. Diese zeigen nämlich, dass eine Nachricht gelesen wurde. Wer dann nicht direkt antwortet, kann schon mal einen Streit provozieren. Neu ist jetzt aber, dass die App auch einen Zeitstempel setzt. Der Sender kann dann nicht nur sehen, ob, sondern auch wann der Text gelesen wurde. Diese Transparenz gefällt nicht jedem. Was George Orwell wohl dazu zu sagen hätte?

Die Werbung der Woche: Ausflug in die Malerei mit Ikea


Nach dem erfolgreichen Werbevideo von Ikea, in dem der neue Katalog als Konkurrenz zum iPad präsentiert wurde, startet der Möbelhersteller in die nächste Runde. Für eine Print-Kampagne stellen die Schweden in Zusammenarbeit mit dem Londoner Fotografen Tim Cole klassische Gemälde von Edward Hopper, Vincent van Gogh und Pierre-Auguste Renoir vor. Natürlich mit Ikea-Möbeln. Die Plakate und Originale zeigt „meedia“.

Die Wiedergeburt der Woche: Sissi und Franz in Lagerfelds Kurzfilm


Modezar Karl Lagerfeld hat wieder einmal hinter der Kamera gestanden. Am 1. Dezember feiert sein dritter Kurzfilm „Reincarnation“ Premiere. Schon jetzt gibt es erste Einblicke. Für Chanel lässt er das österreichische Kaiserpaar Sissi und Franz wiederauferstehen. In ihre Rollen durften Model Cara Delevingne und Sänger Pharrell Williams schlüpfen.

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