Wochenrückblick

Brigitte-Diät, gefährliche Selfies und ein Shitstorm für Wal Mart

Screenshot: www.brigitte.de
Screenshot: www.brigitte.de
31.10.2014.  Beim Medienhaus Gruner und Jahr geht das Sparprogramm weiter, jetzt trifft es die „Brigitte“ – im Netz formiert sich Kritik. Eine russische Behörde hält Selfies für gefährlich und bei Wal Mart handelt man sich mit Halloween-Kostümen reichlich Ärger ein.

Von Johannes Steger

Der Aufreger der Woche: Die Brigitte-Diät


Wer bei Twitter in der letzten Woche unterwegs war, der stolperte womöglich häufig über das Hashtag Brigitte-Diät. Dahinter steckt keine neue Ernährungsempfehlung der deutschen Frauenzeitschrift, sondern eine ziemlich betrübliche Angelegenheit. Denn der Herausgeber Gruner und Jahr steckt in der Krise und will sparen. Davor ist auch das deutsche Frauenmagazin „Brigitte“ nicht gefeit. Am Mittwoch kündigte der Hamburger Verlag an, alle festangestellten Textredakteurinnen abzuschaffen. Nun ist es natürlich nicht so, dass demnächst beim „Stern“ auch für die „Brigitte“ geschrieben wird oder aber ein Roboter Textbausteine ins Layout setzt. Nein, anstelle der Festangestellten sollen dann freie Mitarbeiter die Texte liefern, kuratiert von einem neu zu schaffenden „Kompetenzteam“. Ein Medienhaus ohne eigene Schreiber. Klingt komisch, ist aber bald so. Mit dem Sparkurs sind auch im Netz nicht alle einverstanden und bezweifeln die Sinnhaftigkeit der Maßnahme.

Auch Medienexperte Thomas Koch kritisiert die Entscheidung des Verlages im Interview mit „Meedia“. Koch ist der Auffassung, dass Verlage nicht durch Sparkurse, sondern durch Mut in der Zukunft bestehen können. Ob am Hamburger Baumwall diese Warnung Gehör findet, bleibt abzuwarten.

Das Testurteil der Woche: Gefährlicher Tee


Wie gut, dass die Briten derzeit vor allem damit beschäftigt sind, sich über die Nachzahlungsforderungen der EU aufzuregen. Sonst hätte eine Meldung aus Deutschland das Zeug dazu, die Grundfesten des Empires ins Wanken zu bringen. Denn während der Rest Europas eher auf Kaffee setzt, pflegt man auf der Insel das Teetrinken. Das ist dort nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut. Und auch in Deutschland setzen viele Menschen mittlerweile auf schwarzen Tee als gesunde Alternative zum Bohnenerzeugnis. Die „Stiftung Warentest“ fand nun aber heraus, dass Tee nicht immer gesünder sein muss. Denn in 27 untersuchten Darjeeling- und Assamtees fand sie einen potenziell krebserregenden Stoff. „Handelsblatt Online“ stellt die Ergebnisse vor und hat mit Experten gesprochen. Zusammenfassend lässt sich aber sagen: Zur großen kulturellen Teekrise wird es nicht kommen.


Die Highlights der Woche auf absatzwirtschaft.de:


>>> Twitter ist wichtigster Kanal für Medienmarken
>>> Meinungsaustausch bei Facebook, berufliches Fortkommen mit Xing
>>> Social-Media-Marketing: Mit Familienunternehmen geht’s leichter




Die Warnung der Woche: Gefährliche Selfies


Dass Selfies gefährlich sein können, mag dem ein oder anderen schon aufgefallen sein. Passanten, Fahrradfahrer oder Unebenheiten des Bodens können dem Selfie-Ersteller schon mal unangenehme Zwischenfälle bescheren. Eine russische Behörde warnt jetzt aber vor einer Gefahr der ganz anderen Art. „Die Ursache für die Verbreitung von Läusen ist nach Meinung von Experten die Zunahme von Selfie-Fotografien“, zitiert die DPA die Internetseite der Behörde. Das Netz lacht.

Der Fehltritt der Woche: Fragwürdige Kostüme


Halloween steht vor der Tür und in den USA gehört der Gruselabend zum festen Bestandteil der jährlichen Feierlichkeiten. Schon Wochen vorher wird über Kostüme nachgedacht: Zombie, Elfe oder doch lieber Vampir? Auch die US-Supermarktkette Wal Mart lässt sich die Halloween-Dollars natürlich nicht entgehen und mischt kräftig mit bei Partyausrüstung und Fressalien. Mit einer besonderen Kostüm-Kategorie hat der Supermarktriese jetzt aber gehörig daneben gegriffen. Die „Fat Girl Costumes" sorgten nicht für volle Kasse, sondern einen gewaltigen Shitstorm im Netz. „Meedia“ hat es aufgeschrieben.

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