Managerbefragung

Wer Kreativität fördert, verbessert das Geschäftsergebnis

01.10.2014.  Die meisten Unternehmen setzen ihre Priorität auf Produktivität und Prozesseffizienz, doch ein zusätzlicher Faktor – die Kreativität – bestimmt laut einer Forrester-Studie im Auftrag von Adobe den Unternehmenserfolg ebenso. Auf Kreativität setzende Unternehmen, so die Ergebnisse, übertreffen ihre Wettbewerber im Hinblick auf Umsatzwachstum, Marktanteile und Marktführerschaft.

Mit der Studie soll eine große Unbekannte in der Geschäftswelt beziffert werden: Kreativität. Die Umfrage zur kreativen Dividende zeigt auf, dass die Faktoren für den Erfolg eines Unternehmens – Innovationsfähigkeit, Personalmanagement sowie hoher Wiedererkennungswert der Marke – von einer kreativen Herangehensweise, den Praktiken und der Kultur der Firma mit beeinflusst werden.

Aber wirkt sich Kreativität auch auf die Zahlen aus? Sind Unternehmen tatsächlich erfolgreicher, wenn sie diese fördern? Ja, lautet die Schlussfolgerung aus den Studienergebnissen. Sowohl für den gegenwärtigen als auch den zukünftigen Geschäftserfolg sei die Kreativität entscheidend. Befragt wurden Spitzenmanager aus mehr als 300 weltweit agierenden Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftszweige.

Kaum Orientierung an kreativen Firmen


Die Ergebnisse im Einzelnen: Auf Kreativität setzende Unternehmen erzielen überdurchschnittliche Umsatzzuwächse. 58 Prozent der Umfrageteilnehmer, deren Firmen nach eigenen Angaben auf Kreativität setzen, hatten 2013 mindestens zehn Prozent mehr Umsatz als 2012. Hingegen erzielten nur 20 Prozent der weniger kreativen Unternehmen derartige Erfolge. Kreativere Unternehmen haben außerdem größere Marktanteile und zählen zu den Marktführern. Unter den marktführenden Unternehmen übertreffen kreative Firmen die weniger kreativen um das 1,5-fache.

Trotz der erkennbaren Vorteile von Kreativität sehen sich 61 Prozent der Firmen als nicht kreativ. Nur elf Prozent gaben an, dass ihre Praktiken voll und ganz denen als kreativ bekannten Unternehmen entsprächen. Die Mehrheit (51 Prozent) gab an, neutral zu sein beziehungsweise sich nicht an den kreativen Firmen zu orientieren, und zehn Prozent schätzten ihre Praktiken sogar als gegensätzlich zu denen kreativer Unternehmen ein.

Positives Arbeitsklima fördert Kreativität


Was die Attraktivität als Arbeitgeber betrifft, so zeigt die Studie, dass kreative Unternehmen als die besseren Arbeitsplätze angesehen werden. Ein idealer Nährboden für Kreativität ist in diesem Zusammenhang ein positives Arbeitsklima. 69 Prozent der kreativen Unternehmen wurden Auszeichnungen und landesweite Anerkennung als „beste Arbeitsplätze“ zuteil. Nur 27 Prozent der weniger kreativen Firmen war solches Lob vergönnt.

David Wadhwani, Senior Vice President, Digital Media bei Adobe, kommentiert die Befragungsergebnisse: „Jahrelang haben sich Wirtschaftsführer auf Aspekte wie Mitarbeiterproduktivität, Prozesseffizienz und Personalplanung als Schlüsselfaktoren für den Erfolg ihrer Unternehmen konzentriert; doch in den letzten Jahren hat sich die Wahrnehmung geändert. Führende Unternehmen haben die Bedeutung eines weiteren Faktors erkannt: die tiefgreifende Verankerung von Kreativität in der Unternehmenspolitik – von Strategie und Kultur bis Innovations- und Kundenorientierung.“

(Adobe/asc)

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