absatzwirtschaft Kolumne 2012

  • Michael Brandtner
    Die Markenlektion 2012: Social Media ist auch nur ein MediumDas heißeste Marken- und Marketingthema der letzten Jahre war mit Sicherheit das Thema „Social Media“. Ein wichtiges Indiz dafür waren und sind die vielen Tagungen, Kongresse und Seminare, die sich mit diesem Thema beschäftigten und beschäftigen. Aber die Hochstimmung ist, vor allem auch nach dem enttäuschenden Börsegang von Facebook etwas abgeklungen. mehr...
  • David Aaker
    Drei Klassiker, die mich beeinflusst habenDrei Bücher – allesamt vor fast einem halben Jahrhundert erschienen – haben mein Denken in puncto Marketingstrategie stärker beeinflusst als jedes andere Buch seither. Die Autoren sind Peter Drucker, Ted Levitt und Alfred Sloan. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Over Engineering im MarketingAls over engineered bezeichnet man eine Leistung, die mit mehr Qualität und mehr Aufwand entstanden ist, als der Kunde es wirklich wünscht. Üblicherweise wird das dem Innovationsprozess zugeordnet – und dort zu oft nicht ernst genommen. Aber immer mehr betrifft es auch die Markt-Kommunikation. mehr...
  • David Aaker
    Nichtkunden im Visier: verborgene Potenziale erschließenWie in meinem Buch "Brand Relevance" erläutert, führt der einzige Weg zu Wachstum über Innovationen, die "Must-haves" erzeugen – Produkte oder Dienstleistungen, die der Kunde einfach haben muss und die so neue Subkategorien definieren. Ein ungenutztes Potential für Ideengenerierung stellen Nichtkunden dar. mehr...
  • Dr. Andreas Kricsfalussy
    Perfektes Marketing gibt es nicht!Allerorten zieht die Marktwirtschaft Kritik auf sich, immer öfter sind professionell marketingorientierte Unternehmen und insbesondere die kommunikationsintensiv Agierenden betroffen. „Too much“ ist noch die fairste Beurteilung der vermeintlichen Zielgruppe. Zur lapidaren Feststellung des Information Overload gesellt sich Reaktanz, die Konsumenten resignieren nicht mehr nur ob der Informationsflut, Pseudo-Innovationen oder der Werbeblasen, sie opponieren auch. Inzwischen nicht mehr nur durch Weggucken, Wegzappen, Konsumverzicht, sondern auch durch organisierten Widerstand. mehr...
  • Carsten Schwecke
    Wie aus einem schlechten Deal ein guter wirdDer Gutschein hat seit seiner Erfindung durch Coca Cola im Jahre 1887 einiges mitgemacht. In letzter Zeit sind besonders die Deal-Anbieter in die Kritik geraten, nur Schnäppchenjäger anzuziehen. Dabei hatte alles so gut angefangen. Allein Groupon konnte innerhalb von vier Jahren über 33 Millionen Kunden gewinnen. Und mit 1,24 Milliarden Euro hat Groupon so viel Umsatz realisiert wie die Digital-Units von Axel Springer und Burda zusammen. mehr...
  • Anne M. Schüller
    Es wird ernst im Web 3.0Alle Welt spricht von Social Media und dem Web 2.0. Dabei ist Vielen nicht klar: Die Kunden sind schon längst in der Web-3.0-Welt angekommen. Dies hat die Machtverhältnisse zwischen Unternehmen und Konsumenten nun endgültig auf den Kopf gestellt. Im Web 2.0 haben die Anbieter nur geübt. Jetzt wird es ernst. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Chief Customer Officer - der Treffpunkt der BosseIBM bringt es auf seiner Website auf den Punkt: „Wenn Sie sich ein Bild davon machen möchten, wie der Marketingbereich in Zukunft aussehen wird, sollten Sie sich mit seinen Wurzeln beschäftigen. Im Kern basierte Marketing seit jeher auf einfachen Prinzipien: den Kunden verstehen, seine Anforderungen erfüllen und dies auf eine Weise, die Vertrauen erzeugt.“ Doch IBMs Antworten sind nicht radikal genug gedacht. mehr...
  • David Aaker
    Geheimnis von Social Media vor 50 Jahren gelüftetVor fast 50 Jahren lüftete Ernest Dichter, der Vater der Motivforschung, in einer umfangreichen Studie zur Mundpropaganda das Geheimnis, wie man Social Media für die Marken- und Geschäftsentwicklung nutzen kann. Die Ergebnisse der Studie veröffentlichte Dichter 1966 in der Harvard Business Review. mehr...
  • Martin Limbeck
    Warum Marketing und Vertrieb sich brauchen„Die haben doch keine Ahnung, was hier beim Kunden abgeht. Diese Theoretiker in der Zentrale stellen ihre Broschüren zusammen, liefern zu wenig Leads und wundern sich dann, warum das Ganze nicht funktioniert.“ Diese Gedanken gehen Mitarbeitern im Vertrieb oft durch den Kopf. Und andersrum ist es ähnlich: „Wir haben hier ausführliche Unterlagen erstellt. Produktdetails und Verkaufsargumente sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Aber diese Vertriebler kriegen es einfach nicht auf die Kette, das Produkt an den Mann zu bringen.“, halten die Marketingleute dagegen. mehr...
  • Michael Brandtner
    Der Eiertanz von Beiersdorf rund um NiveaImmer mehr Marken wie etwa aktuell Nivea, McDonald’s oder auch die Allianz Versicherung besinnen sich wieder verstärkt auf ihre Kernwerte. Zurück zum Fokus lautet dabei die Devise. Bei Nivea musste man erkennen, dass die Marke das Konzept Schönheitspflege nicht trägt. McDonald’s muss aufpassen, dass man für Familien mit Kindern nicht zu schön und zu teuer wird. Die Allianz wiederum hat ihren guten alten Slogan „Hoffentlich Allianz versichert“ wieder entdeckt. mehr...
  • Dr. Christian Scheier
    Die Psychologie von Discounts Discounts sind – gerade in Krisenzeiten – eine beliebte Maßnahme, um den Absatz von Produkten zu fördern. Discounts haben allerdings bekanntlich den Nachteil, dass sie die Marge reduzieren und nicht selten die Marke beschädigen. Vor allem aber sind Discounts weniger effektiv als alternative Maßnahmen zur Absatzsteigerung, wie eine aktuelle, im Journal of Marketing veröffentlichte Studie zeigt mehr...
  • David Aaker
    Warum Unternehmen zu wenig in ʺgroßeʺ Innovationen investierenUnternehmen investieren zu viel in schrittweise Innovationen und zu wenig in Neuheiten, die der Kunde einfach haben muss – große Innovationen, die neue Unterkategorien definieren und mit wenigen Ausnahmen als Einzige echtes Wachstum generieren. Woran liegt das? mehr...
  • Dirk Ziems
    Wird das Apple-Image zum sauren Apfel?Es war natürlich wieder das beste und schönste Mobiltelefon aller Zeiten, das Apple am Mittwoch in San Francisco der Weltöffentlichkeit präsentierte. Doch in die Nachberichterstattung zu dem Event schlich sich bereits ein bedrohlicher Unterton – das iPhone 5 sei zwar gelungen, doch es fehle dem Unternehmen an Visionen. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Das Marketing führt ins Paradies – die Rechtsabteilung in die HölleEröffne kein Geschäft – wenn Du nicht lächeln kannst, sagt ein altes chinesisches Sprichwort. Marketing hat die Aufgabe, den einzelnen Kunden anzulächeln. Werbung findet Worte, die das Paradies versprechen. Vertrauensvoll wird ein Vertrag unterschrieben. Ob im privaten Bereich oder bei kleinen Unternehmen. Doch die Legal-Abteilung sieht das alles ganz anders. Vertragsparagraphen werden zur Kunden-Hölle. mehr...
  • Lothar Stempfle
    Wer braucht schon eine Marketing-Abteilung?Da gab es einmal eine Definition von Marketing, die ich während des Studiums lernte. Sie lautete: Marketing ist die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes – und was ist Marketing heute? Es ist eine Abteilung mit vielen „wichtigen“ Aufgaben, vor allem mit der alleinigen Lizenz vom Markt aus zu denken – zu oft allerdings weg vom Markt und noch weiter davon entfernt, dem Vertrieb und damit dem Absatz zu dienen. mehr...
  • Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer
    Versagt beim Autofahrer die Kreuzpreiselastizität?Stellen wir uns vor, Benzin wird über mehr als 15 Jahre Cent für Cent teurer. Der Aufschrei des ADAC ist gewiss, das Abendland steht vor dem Untergang und die „Milchkuh“ des Finanzministers wird müde. Jeder würde vermuten, dass sich so etwas auf den Verkauf von Autos auswirkt. Richtig! Und wie? In Deutschland steigen permanent die PS-Leistungen der Neuwagen. mehr...
  • David Aaker
    David Aakers oberste MarkengeboteAus den fünf Büchern, die David Aaker bisher zum Thema Marken und Markenführung verfasst hat, lässt sich eine Reihe von Grundregeln hervorheben, die man als „Markengebote“ bezeichnen kann. Hierbei stellt sich die Frage was die wichtigsten Pflichtaufgaben beim Aufbau und der Führung von Unternehmen sind. Im Folgenden werden die Top-Vier dieser Erkenntnisse als Leitfaden für erfolgreiche Markenführung vorgestellt. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Was nicht nur Facebook nicht verstehtJa, es gibt Tricks, den Aktienkurs zu hebeln. Weit über den Unternehmenswert hinaus. Doch dann müssen Altinhaber, Investoren und Management schon auf eine besondere Art zusammenarbeiten. Ja, es gibt Verfahren, einen Aktienkurs zu stützen. Und ja, im Allgemeinen steigen die Absatzchancen für eine Aktie, wenn eine gute Story vorhanden ist. Doch auf lange Sicht kommt es nicht auf die Aktienkunden an, sondern nur auf die Kunden des Unternehmens. mehr...
  • Peter Cramer
    Das Social Web ist kein Propaganda-KanalDas Social Web ist ein Kanal für die tatsächliche Kommunikation. Eine Kommunikation untereinander und von „one to many“ - von einem zu vielen also. Diese Art der Kommunikation ist sehr mächtig, denn in ihr liegen Handlungsempfehlungen und Kaufentscheidungen von Usern. Kein Wunder also, dass die Werbeindustrie, allen voran die PR-, Online- und Digital-Agenturen, stetig bemüht sind, im Social Web die Produkte, Leistungen und Services ihrer Kunden zu platzieren. mehr...
  • Vince Ebert
    Mehr Aktien oder mehr Idioten?Haben Sie schon mal eine E-Mail aus Nigeria bekommen, in der Ihnen folgendes Problem geschildert wird: 320 Millionen Dollar müssen auf ein deutsches Konto transferiert werden. Aber die haben komischerweise niemanden, der das Geld nehmen kann. Deswegen fragen die Sie, ob sie es bei Ihnen parken können. Als Dank dafür stellt man Ihnen eine üppige Provision in Aussicht. Sie müssen nur vorab läppische 1.000 Euro für Notargebühren und Überweisungskosten zahlen. Jedes Jahr fallen Tausende Deutsche auf diese total hirnverbrannte Betrüger-E-Mail aus Nigeria rein. Ich muss sagen, ich gönne den Nigerianern jeden Cent. mehr...
  • David Aaker
    Fünf Herausforderungen für das MarketingMarketingverantwortliche können strategisches Wachstum vorantreiben, die Profitabilität steigern und ihren Einfluss im Management ausbauen beziehungsweise sichern – wenn sie sich den gewaltigen Herausforderungen stellen. Das erfordert vielfach neue Programme und Ideen sowie veränderte Fähigkeiten und Verantwortlichkeiten – unter anderem die fünf folgenden. mehr...
  • Christian Thunig
    IT macht Marketing wieder zur strategischen SchaltzentraleLange Zeit haben sich viele mit Marketing befasste Experten aus Wissenschaft, Unternehmen und Beratung die Wunden geleckt, ob der schwindenden Bedeutung der eigenen Profession. Was war passiert? Marketing hatte sich nach Jahren voller Bewunderung – in den frühen 1960ern bis in die 1980er – unter Druck gesehen. Noch zu Mefferts Zeiten war Marketing ein strategisches Fach, das eine Unternehmensphilosophie begründete, nämlich zum Markt hin denken und handeln. mehr...
  • Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach
    Schüttet die Gräben zwischen Social Media und dem Rest zu!Auf der einen Seite Unternehmen und Marken, die stark wachsende Seiten auf Facebook haben. Die dort sogar ihre Kunden aktivieren, eine gute Conversion Rate verzeichnen, in Blogs erwähnt werden und auf Twitter Feedback bekommen. Auf der anderen Seite die mit den stagnierenden Seiten. Die ihre Aktivitäten als erfolglos bezeichnen. Und es wahrscheinlich auch sind. Auffällig ist, wie groß die Unterschiede sind. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Kunden sind wichtiger als FrauenDas Thema "Mehr Frauen ins Management" wird in fast jeder Agenda diskutiert. Da will auch die Politik nicht zurücktreten. Selbst kleine Regionalkabinette schwingen sich zu großen Forderungen auf. mehr...
  • Vince Ebert
    "Nichts gegen Marketing, aber ernst genommen werden möchte ich schon"Neulich las ich auf der Website von Teekanne: „Mit Teekanne lassen sich Herzen im Sturm erobern.“ Und ob. Man hört ja permanent, dass Frauen seufzen: „Erst hielt ich ihn für ein totales Arschloch, aber als er mir eine Tasse „Frecher Flirt“ gebracht hat, war es um mich geschehen.“ mehr...
  • Tim Wolf
    Geschäftsmodelle innovieren, ohne die Marke zu beschädigenDie Marke kann für das Geschäftsmodell eines Unternehmens von zentraler Bedeutung sein – man denke nur an Beispiele wie Coca Cola, Nike oder Red Bull. Doch die Marke ist kein Selbstzweck. Sie hat innerhalb eines Geschäftsmodells eine ganz konkrete Funktion – und diese kann zwischen verschiedenen Geschäftsmodellen stark variieren. mehr...
  • Dr. Dieter Becker
    Kundenorientierung als unternehmerische FalleMenschliche Freiheit ist eine beschränkte. Sie beschränkt sich im überwiegenden Maße auf vorgegebene Auswahloptionen. Welches Auto wir fahren, welche Bank wir wählen oder welcher Partner uns für einen Lebensabschnitt "zur Verfügung steht", ist die Folge einer Auswahl aus beschränkten Optionen. mehr...
  • Dirk Ziems
    Sind Hopfen und Malz verloren – trotz EM? Es gibt eine Gruppe von Menschen, die der Fußball-EM mindestens genauso entgegenfiebern wie die Fans selbst – die Bierbrauer. Es ist allerdings eine Vorfreude, die auf Verzweiflung beruht. Seit Jahren blicken die Bierbrauer in Deutschland auf rückläufige Zahlen (von 2001 bis 2011 sank der Absatz um neun Prozent auf 98,2 Mio. Hektoliter), und da kommt das sportliche Großereignis mit der Hoffnung auf möglichst viele, in freudetrunkener Gemeinschaft genossene Fanbiere gerade recht. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Diplom-Kunde als Marketing-OhrfeigeJetzt werden die ersten "Diplom-Konsumenten" ausgebildet. Der Philosoph Prof. Peter Sloterdijk bietet das als Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe an. Er spricht Menschen an, die sich gegen die Vermarktung und deren Manager wehren. Oder wie er in Abwandlung sagt: Er ist wieder da, der Konsument, der empörungsfähig blieb, weil er trotz aller Versuche, ihn zum Libido-Bündel abzurichten, seinen Sinn für Selbstbehauptung gewahrt hat. Lange hat man ihn nicht mehr gesehen, diesen informierten und empörten Kunden, der plötzlich, man begreift nicht wie, auf den Gedanken verfällt, das Marktangebot auf sich selber zu beziehen, wonach alle Unternehmensziele vom Kunden ausgehen. mehr...
  • Christopher Spall
    Das Erfolgsgeheimnis der Marke GauckAm 8. Juni beginnt die Fußball-Europameisterschaft 2012. Für viele Politiker sind solche Fußballgroßereignisse eine beliebte Bühne zur Selbstdarstellung und zur Steigerung von Glaubwürdigkeit, Bekanntheit und Anziehungskraft. Wenn Bundespräsident Joachim Gauck in den nächsten Wochen dem einen und anderen EM-Spiel in Polen beiwohnt, muss er sich als Personenmarke nicht erst behaupten. Denn er besitzt bereits enorme Strahlkraft. Schon vor seiner Wahl zum deutschen Staatsoberhaupt schwappte ihm eine Welle aus Respekt und Bewunderung entgegen: Mehr als 80 Prozent der Bundesbürger empfinden ihn als glaubwürdig. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an Joachim Gauck. mehr...
  • Jochen Urban
    Goodbye Werbeinsel TV – was TV-Vermarkter von den Onlinern lernen können! Anfang des Jahres sorgte der Stummfilm "The Artist" in den Kinos weltweit für Begeisterung. Der Protagonist, ein selbstverliebter Stummfilmstar, verweigerte sich dem modernen Kino – und ging daran fast zu Grunde. Wie damals bei der Einführung des Tonfilms, stehen wir jetzt auch beim TV-Konsum vor elementaren Veränderungen. Am 30. April erfolgte nun die endgültige Abschaltung der analogen Übertragung auf digitale Signale. Das ist zwar nur eine technische Finesse, um die Bandbreite und die Qualität des Fernsehens zu verbessern, aber auch ein weiterer Schritt zur fortschreitenden Digitalisierung des TV-Kanals. Und damit ein Schritt hin zu neuen Werbeansätzen im Fernsehen. mehr...
  • Michael Brandtner
    Samsung Superstar: Die andere MarkenanalyseSamsung hat Nokia als Weltmarktführer bei Mobiltelefonen abgelöst. Dies spiegelt sich auch in Headlines diverser Tageszeitungen wider: „Der Aufstieg des Galaxy-Königs“ oder „Samsung stößt Nokia vom Thron“ oder „Samsung stößt in Handygalaxien vor“. Laut Analysten von Strategy Analytics hat Samsung im ersten Quartal dieses Jahres 93,5 Millionen Handys verkauft. Das entspricht einem Marktanteil von 25,4 Prozent. Gleichzeitig ging die 14-jährige Vorherrschaft von Nokia zu Ende. Nokia verkaufte im gleichen Zeitraum „nur“ 82,7 Millionen Geräte und hält damit bei einem Marktanteil von 22,5 Prozent. Dahinter folgt Apple mit 9,5 Prozent. (Bei Smartphones alleine verkaufte Samsung 44,5 Millionen Stück, Apple 35,1 und Nokia nur 11,9.) Was aber sind die Gründe für den Erfolg von Samsung? mehr...
  • Ferdinand Dudenhöffer
    Das iPhone und die MarktforschungStellen wir uns für einen kurzen Moment vor, im Jahr 2006 hätte Apple einen Marktforschungsauftrag vergeben. Handynutzer sollten befragt werden, ob sie sich vorstellen können, ein Mobilphone für mehr als 500 Euro zu kaufen. Marktforschung dieser Art ist Alltagsgeschäft. Die Antwort wäre mehr als klar gewesen. Kein Interesse, denn Handys waren damals zum Preis ab 50 Euro im Markt. Im Jahr 2007 stellte Apple das iPhone vor und über Nacht waren die Ergebnisse der Standard-Marktforschung Makulatur. Bis Ende 2011 hatte Apple 146 Millionen iPhone-Geräte verkauft. Zum Glück hatte Steve Jobs auf die Standard-Marktforschung verzichtet. Sonst wäre die Welt heute um iPhones, iPads und andere schöne Dinge ärmer. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Kundentäuschung auf legalem Weg „Es macht mich krank, wie kaltschnäuzig die Leute darüber reden, ihre Kunden abzuzocken“, so Greg Smith, Ex-Manager von Goldman Sachs, in seinem in der New York Times veröffentlichten Abschiedsbrief. Nur ein paar Tage später kommentiert der ADAC die Preissprünge der Mineralölkonzerne: „Morgens wird den Autofahrern förmlich das Geld aus der Tasche gezogen.“ Der ADAC-Präsident Peter Meyer formuliert in „Bild“, dass mit ihrer „Jo-Jo-Preispolitik“ die „Ölmultis die Autofahrer systematisch abkassieren“. Doch man sollte nicht vergessen: Auch in solchen Fällen steht hinter jedem der jeweiligen Vorstände ein Ober-Marketer. mehr...
  • Thomas Koch
    Wenn digitale Welten auf analoge Menschen treffen…„Digitale Welten - analoge Menschen“ - so lautet das Motto des TV-Wirkungstages, der uns am 26. April die moderne TV-Welt näher bringen will. Wie in jedem Jahr wird das ein interessanter Tag. Die TV-Vermarkter warten mit einem attraktiven Programm auf. Und taten sich schon immer leichter als andere Medien, sich in Szene zu setzen. mehr...
  • Jan Sentürk
    Was die Körpersprache von Führungskräften verrät„Führungskräfte sollten mit ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe argumentieren“ – sagen die Einen. „Führungskräfte sollten führen und nicht der Freund ihrer Mitarbeiter sein“ – sagen die Anderen. Welchen Kurs auch immer eine Führungskraft einschlägt: Erkennen können Sie es an ihrer Körpersprache. mehr...
  • Dirk Ziems
    Aufruhr im GemüsebeetWenn Karl-Heinz Bonny jetzt sein Amt als Hauptgeschäftsführer des Landwirtschaftsverlags in Münster drangibt, kann er für sich in Anspruch nehmen, dass ihm etwas gelungen ist, an dem sich Fachkräfte weit größerer Verlage in den vergangenen Jahren vergeblich abgemüht haben: Er hat ein ganz neues Zeitschriften-Genre erfunden. Der Name seines Print-Kindes war Programm: „Landlust“. Mittlerweile gibt es auch Nachahmungen wie „Landidee“ und „Mein schönes Land“, doch deren Auflagen liegen abgeschlagen hinter der des Originals, das vermutlich im ersten Quartal 2012 an der Millionenmarke kratzt. mehr...
  • Christian Scheier
    Wie rational sind Produkt- und Preis-Entscheidungen?Im Marketing kennen wir den Wert der Marke, und wir wissen auch um ihren impliziten, psychologischen Einfluss auf Kaufentscheidungen. Manche Kollegen in anderen Abteilungen, etwa im Management, in der Produktentwicklung oder im Vertrieb, tun sich mit der Akzeptanz dieser „emotionalen“ Treiber schwerer. Für sie entscheidet der Kunde in erster Linie „rational“, er achtet also weniger auf die Marke, dafür mehr auf den Produktnutzen und den Preis, im Sinne einer rationalen Kosten-Nutzen-Rechnung. Dies führt in den Unternehmen oft zu „Marke vs. Produkt“-Diskussionen. mehr...
  • Michael Brandtner
    Die wahre Erotik der MarktführerschaftWie geeignet und wichtig sind Marktanteil und damit auch Marktführerschaft wirklich als Unternehmensziel und damit auch anstrebenswert für den dauerhaften Markterfolg? Die kritischen Stimmen werden mehr: So etwa fordert Hermann Simon eine langfristige Gewinn- statt einer einseitigen Marktanteils- und Umsatzorientierung. Malte W. Wilkes wiederum sieht sogar das Ende der McKinsey-Denke in Richtung Marktführerschaft und meinte kürzlich genau hier an dieser Stelle: „McKinsey’s Thron wackelt“. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    „Erotisches Verhältnis zum Marktanteil“Der Marktanteil gilt als strategische Maßzahl und wesentliches Steuerungsdatum. Jubelnd wird sein Klimax, die Marktführerschaft verkündet. Doch sind beide Größen wirklich bedeutsam? Customer Centricity findet „nein“ und eine andere Antwort: McKinsey´s Thron wackelt. Der Kampf um die Marktführerschaft im Beratungsgeschäft wird härter, so die aktuelle Meldung. KPS bezeichnet sich dagegen als Marktführer für Transformationsberatung. Confiserie-Spezialist Hussel spricht von sich als Marktführer im deutschen Süßwarenfachhandel. Bayer will den globalen Marktanteil ausbauen, Henkel die Marktanteile in den reifen Märkten mehr...
  • Ralf Sauter
    Marke und Geschäftsmodell: Wer folgt wem?Marken zählen, Marken können wertvoll sein – so viel steht außer Frage. Der Wert der Marke Coca-Cola etwa beläuft sich laut dem jährlich erscheinenden Interbrand-Ranking aktuell auf 70 Millionen US-Dollar, der von Mercedes-Benz auf 25 Millionen US-Dollar. Für viele Unternehmen stellt die Marke einen der wichtigsten immateriellen Vermögenswerte dar. Und in vielen Fällen wäre das Geschäftsmodell eines Unternehmens ohne die Marke als entscheidendem Differenzierungsfaktor zum Wettbewerb gar nicht funktionsfähig. Wer verstehen will, warum sich Autovermieter Sixt im schwierigen Marktumfeld mit der Marktführerschaft schmücken darf, wird nicht zuletzt bei der aggressiven Markenführung fündig. Sind Marken also ob ihrer Bedeutung und ihres Wertes unantastbar? mehr...
  • Andreas Kricsfalussy
    Vertikalisierung auf dem VormarschEin Trend greift um sich, dem sich namhafte Markenartikler anscheinend nur schwer entziehen können: Flagships werden in den Metropolen der Welt eröffnet. Das vielleicht neueste Beispiel ist der Brandstore der deutschen Porsche Design Group; eine spannende Location in New York am West Broadway in einem sogenannten Cast-Iron-Gebäude in typischer Gusseisen-Architektur. Präsentiert wird dort in Soho auf 250m² die gesamte Produktpalette von Büro-/Schreibgeräten, Mobiltelefonen, die Sport- und Modekollektion inklusive Gepäck bis hin zu Brillen, Uhren, Schmuck sowie Smoking Accessoires. Diese Leistungsschau von Porsche Design, nicht anders bei zum Beispiel Apple, BMW, Boss, Grohe, Miele oder Montblanc – you name it – ist beeindruckend. Hersteller macht Handel, aber warum nur? mehr...
  • Christian Prill
    Bionade sorgt bei Trendscouts für traurige AugenDurchs Hamburger Schanzenviertel laufen Marketingexperten meist mit begehrlichem Blick. Das Ausgehviertel gilt ihnen als Inkubator, Gradmesser und Testfeld für neue, junge und aktuelle Produkte. Rund um die Straße Schulterblatt trinkt, feiert und kauft jene Zielgruppe, die Trends nicht nur aufnimmt, sondern macht – es ist ein Treffpunkt der Mode- und Lifestyle-Orientierten, der Möchtegern-Lohas und Hedonisten mit Studienplatz. mehr...
  • Arndt Groth
    Alles in einer Hand – Ist Fullservice für Online das Erfolgsrezept? Agenturgruppen rüsten vermehrt auf: Eigene Digital-Units, die immer mehr Aufgaben übernehmen, werden ins Leben gerufen. Damit wollen sie Werbungtreibenden Lösungen über sämtliche Kanäle bieten – und das inhouse. Parallel dazu erweitern Online-Vermarkter ihr Portfolio um Performance, E-Mail, Mobile, Social Media und Video. Der Trend, verschiedene Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten – ist es das der richtige Weg, die optimale Lösung? Insbesondere vor dem Hintergrund, dass heutzutage erfolgreiche Kampagnen mehr und mehr fundiertes Background-Wissen in den unterschiedlichen Disziplinen Branding und Performance verlangen? mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Marketing ist mausetot „Marketing funktioniert nicht mehr“, formulierte Philip Kotler bereits 2005 in einer Anwandlung von Weitsichtigkeit. Heute ist es eingetroffen: Marketing ist mausetot. Es scheint so als hätten wir alle nichts gelernt. Wir alle sind groß geworden mit dem Mann. Wir haben seine Bücher inhaliert, seine Analysen verzehrt, seine methodischen Diskussionen und Veränderungsüberlegungen nachvollzogen. Nur, um zum Schluss dann zu lernen: Marketing ist im Top-Management der Unternehmen low interested. Doch das Top-Management spürt die Lücke und sucht den neuen unternehmerischen Ansatz. Er kommt auch methodisch mit Macht… mehr...
  • Christopher Spall
    Superbrand Europa: Wie aus der Schuldenunion eine starke Marke wachsen könnteMit der Europäischen Union (EU) ist das so eine Sache. Aktuell, in der schwersten Krise seit ihrer Gründung, wird heftig über die Zukunft der gemeinsamen Währung diskutiert. Aber die Krise betrifft nicht nur den Euro, es geht um Grundsätzliches: Das vereinte Europa hat ein Markenproblem. „Europa hat niemals bestanden ... Das wirkliche Europa muss man erst schaffen“, betonte der Europa-Politiker Jean Monnet schon 1950. Das über 60 Jahre alte Zitat passt noch heute: Kaum einer weiß, für was die EU eigentlich genau steht. Doch das Staatenbündnis kann nur Erfolg haben, wenn sein Kernnutzen klar kommuniziert und von Bürgern wie Unternehmern verstanden wird. Europa wird nur Erfolg haben, wenn Menschen von Benelux bis Sizilien eine Antwort auf diese Frage kennen: Wofür bist Du eigentlich gut, Europa? mehr...
  • Michael Brandtner
    Der Niedergang von Kodak oder der entmystifizierte Technologie-MythosKodak ist in Insolvenz. Das war sicher die Wirtschaftsnachricht am 19. Jänner 2012. Dabei war Kodak 1996 laut Interbrand noch die viertwertvollste Marke dieser Erde hinter Disney, Coca-Cola und Mc Donald’s. Wie kann es sein, dass eine Marken- und Unternehmensikone wie Kodak 16 Jahre später insolvent ist? mehr...
  • Christian Bennefeld
    E-Commerce 2012 via Social Media und Mobile: Dialog – ja, Abverkauf -neinEs findet sich kaum ein Beitrag über zukünftige Entwicklungen im E-Commerce, in dem Social Media und Mobile Commerce nicht als „the next big thing“ propagiert werden. Der Eindruck entsteht, dass Händlern schon bald eine dramatische Umsatz-Flaute droht, wenn sie in Sachen Online-Marketing nicht volle Kraft voraus Kurs auf diese neuen Trends nehmen. Aber ist das wirklich so? mehr...
  • Vince Ebert
    Warum glauben so viele Intellektuelle, der Kapitalismus würde uns alle zerstören? Kapitalismuskritk ist en vogue. Manchmal hat man fast das Gefühl, dass schon zu hohe Einkünfte verwerflich sind. Aber echte Kapitalisten (wenn man sie überhaupt so nennen kann) nehmen nicht nur - sie geben der Gesellschaft auch etwas zurück.Eine gewöhnungsbedürftige, aber nicht abwegige Vorstellung, die so manchem linksangehauchten Intellektuellen auf den ersten Blick vielleicht sogar wehtut. Aber Vince Ebert macht eine interessante Rechnung auf. mehr...
  • Christian Thunig
    Was ist eigentlich schlecht an Trading? Wenn man mit ein wenig Abstand auf den Markt des Mediaeinkaufs blickt, dann reibt man sich verwundert die Augen. Denn hier scheinen einzelne Teilnehmer Marktpartnern vorschreiben zu wollen, welches Geschäftsmodell sie zu pflegen haben: in Rede steht das Trading. Als Modell der Intransparenz gebrandmarkt, soll es möglichst schnell wieder verschwinden. mehr...
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Kolumnen-Autoren

David Aaker - Der Markenguru

  • Er hat das Markenwertmodell "Aaker Model" erfunden und über 100 Artikel und 15 Bücher veröffentlicht. Als Vice Chairman berät David Aaker zudem exklusiv die Kunden der Agentur Prophet.

Michael Brandtner

  • Brandtner ist Spezialist für strategische Marken- und Unternehmenspositionierung, außerdem Associate bei Ries & Ries sowie Autor des Buches "Brandtner on Branding". Sein Blog: www.brandtneronbranding.com

Vince Ebert - Der Physiker und Kabarettist

  • Vince Ebert ist Physiker und Kabarettist und mit seinem Bühnenprogramm "Freiheit ist alles" deutschlandweit auf Tournee. Er ist zudem Kolumnist der absatzwirtschaft. Tourdaten unter www.vince-ebert.de.

Jürgen Gietl

  • Jürgen Gietl, Managing Partner bei Brand Trust, ist Spezialist für Technologiemarken, B2B-Markenführung und Markenarchitektur. Er begleitet Konzerne und mittelständische Unternehmen bei Entwicklung und Umsetzung von Markenstrategien. Er ist Autor des Buches VALUE BRANDING. Brand Trust

Jürgen Häusler

  • Jürgen Häusler ist Chairman von Interbrand Central and Eastern Europe. Der Markenexperte betreut renommierte Unternehmen in der strategischen Markenführung. Er ist Honorarprofessor für Strategische Unternehmenskommunikation an der Universität Leipzig, publiziert laufend zum Thema Marke und hält Vorträge an Universitäten, auf Kongressen und Tagungen.

Malte W. Wilkes

  • Malte W. Wilkes ist Seniorpartner der Management Consultancy Erfolgsketten Management Wilkes Stange GbR, Redner, Moderator, Diskutant, Buchautor, Pionierexperte in Customer Centricity und Ehrenpräsident des BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater.