absatzwirtschaft Kolumne 2011

  • Anne M. Schüller
    Die vierte LoyalitätDie Wechselbereitschaft der Kunden ist so hoch wie nie. Das neue Phänomen heißt: der flüchtende Kunde. Immer schneller dreht sich das Karussell aus Kunden akquirieren, Kunden loyalisieren, Kunden verlieren. Doch meistens ist dieses Problem hausgemacht. Denn Loyalität muss man sich verdienen. Und das gleich auf vierfache Weise. mehr...
  • Pero Micic
    Suchen Sie nach neuen, immateriellen Märkten!Wir werden uns in den entwickelten Volkswirtschaften an geringes oder an gar kein Wachstum gewöhnen müssen. Wachstum wird es größtenteils nur noch in neuen Märkten und Geschäftsfeldern geben. Für manche Wirtschaftszweige mag diese Aussage zunächst pessimistisch klingen. Für mich sind dies aber Umbrüche, die notwendig sind, um die Entwicklung von Gesellschaften voranzutreiben: Es wäre im Gegenteil ein Ausdruck tiefster Stagnation, wenn man über Jahrzehnte hinweg in derselben Art und Weise erfolgreich wirtschaften könnte. mehr...
  • Michael Brandtner
    Die Markenlektion 2011 oder das wahre Markenvermächtnis von Steve JobsUm die Jahrtausendwende war es um Apple gar nicht so gut bestellt. Man hatte zwar einen tollen Markennamen, und man war für die Einfachheit und das Design der Apple-Produkte bekannt. Aber im Großen und Ganzen war man nur ein Nischencomputeranbieter mit einer kleinen, extrem treuen Fangemeinde. Zu diesem Zeitpunkt war Apple endlos weit davon entfernt, das wertvollste Technologieunternehmen der Welt zu sein oder gar zu werden. mehr...
  • Yvette Schwerdt
    Faszinierende Story – einmalig erzählt Storys faszinieren und berühren. Das erkennen jetzt auch Marketer. Jedenfalls greifen sie zunehmend zu Erzählungen, um Aufmerksamkeit bei ihren Zielgruppen zu generieren und Engagement für ihre Marken zu schaffen. Wohltätige Organisationen wissen diese Macht ebenfalls geschickt zu nutzen. Schließlich sind die meisten von ihnen täglich mit berührenden Geschichten konfrontiert und brauchen nur aus der Praxis zu berichten, um Mitgefühl für ihre Zöglinge zu wecken. Zu solchen, die seltener auf öffentliche Sympathie hoffen dürfen, zählen schwer-erziehbare Jugendliche. Genau um diese Zielgruppe kümmert sich die britische Organisation Barnardo’s. Sie setzt in ihrem neuen Spot auf die emotionale Story, bedient sich dabei aber einer außergewöhnlichen Erzähltechnik. mehr...
  • Dirk Ziems
    Stresstest für BonbonsDer Trend, die gesundheitsfördernde Wirkung von Lebensmitteln zu unterstreichen, ist für das Marketing eine Gratwanderung: Passt die Zuschreibung, steigt der Absatz, wird zu dick aufgetragen, fliegt einem womöglich die ganze Markenkonstruktion um die Ohren. Insofern sind die aktuellen Trends des Verbraucherschutzes („Foodwatch“, lebensmittelsicherheit.de) auch ein Gradmesser für die Güte des Marketings. mehr...
  • Wolf Rübner
    Erosion einer Agentur-MarkeDie Solinger Agentur für Live-Kommunikation, Kogag, meldete am 31.10.2011 Insolvenz an – nicht die erste prominente Agentur, doch hier ist der Pionier der Eventagenturen ins Straucheln geraten. Seit 1970 im Markt, davon viele Jahre (1995 bis 2000) als unumschränkter Marktführer. Die gelernten Hoteliers Peter Bremshey und Ralf Domning schufen ein Unternehmen mit starken Werten wie hohe Kundenorientierung, Liebe zum Detail, Perfektion und einer außergewöhnlichen Dienstleistungsmentalität. Das Markenzeichen war Zuverlässigkeit – Unternehmen wie Würth, BMW, Mercedes-Benz, Eon oder Deutsche Bank vertrauten ihre Veranstaltungen der Agentur fast blind an. Doch was bleibt von Kogag? mehr...
  • Jesko Perrey
    Markenexzellenz ist machbarNie war gute Markenführung so wichtig und gleichzeitig so schwierig wie heute. In einer zunehmend komplexen Handels- und Medienlandschaft sehnen sich Konsumenten nach Orientierung. Marken dienen ihnen als Wegweiser bei der Reise durch den Angebotsdschungel. Mehr noch: In Zeiten maximaler Auswahl und schwindender Differenzierung fordern Konsumenten Marken heraus, Teil ihrer Identität zu werden und sogar Sinn stiftend zu wirken. mehr...
  • Dirk Ziems
    Steve Jobs, Apple und das geistige Hippie-Erbe Steve Jobs ist wie keinem Zweiten die Markenschöpfung gelungen, wie ein Hohepriester hat er in seinen Produktpräsentationen der Hardware in einem gleichsam magischen Akt einen Geist eingehaucht – die Marke ist geboren. Das war so, als er den ersten iPod aus der Tasche zauberte, mit dem iPhone die Neuerfindung des Telefons deklamierte oder selbstironisch Moses zitierte, als er mit der iPad-Tafel zum auserwählten Volk herabstieg. Die Frage allerdings, warum Jobs die Beseelung der Produkte so perfekt gelungen ist, ist bisher nur unzureichend beantwortet worden. mehr...
  • Dirk Beckmann
    Ohne Steve Jobs kommt Apple noch viel weiterSteve Jobs ist unbestritten der genialste Gründer der Welt. Der Beweis: er hat mit Computern, Telefonen und Unterhaltungselektronik eine Firma aufgebaut, die an der Börse mehr wert ist, als Exxon, der bis dahin wertvollsten Firma der Welt. Gut, dass die Börse irren kann, wissen wir seit einigen Jahren. Doch im Falle von Apple wird etwas dran sein. Denn wie keine andere Firma der Internetwelt, also anders als Google oder Facebook, verdient Apple Geld mit echten Dingen. Dinge, die wir besitzen wollen. Physischen, haptischen, „Haben-Wollen”-Dingen. Reale Dinge, die Kunden besitzen müssen und bereit sind, dafür in langen Schlangen anzustehen. mehr...
  • Pero Micic
    Die Welt ist voller Chancen – wenn man sie sieht!Angesichts der aufkommenden Finanz- und Wirtschaftskrise in die Zukunft zu schauen, gilt vielen als eine Flucht vor der Realität, ja sogar als nutzlose Spielerei. Dennoch ist genau dies notwendig, um heute die Chancen zu erkennen, die wir heute und morgen nutzen können. Ein Großteil der heutigen Probleme haben wir dadurch geschaffen, dass wir nicht ernsthaft und zielgerichtet über die Zukunft nachgedacht, sondern nur im Hier und Jetzt agiert haben. Wir müssen unseren Zeithorizont erweitern und unsere Krisen-Fixierung überwinden, um langfristige Lösungen zu entdecken und zu entwickeln. mehr...
  • Michael Brandtner
    Chinas großes Markenproblem oder Europas und Amerikas große Chance Für viele ist China die zukünftige Wirtschaftsweltmacht dieser Erde. Aus Markensicht ist China aber noch weit davon entfernt. Ein wesentlicher Grund dafür liegt aus meiner Warte in der Mentalität der Chinesen. Denn perfektes Kopieren ist eine Tugend, die in China hochgeschätzt ist und sogar als Wertschätzung gegenüber dem Kopierten gilt. Nur genau diese Tugend könnte China – langfristig gesehen – im globalen Wettbewerb massiv im Weg stehen. mehr...
  • Christoph Prox
    Wie „Heimatmarken“ morgen erfolgreich sindDie Welt ist ein Dorf. Alles multi-kulti. Und fahren wir im Sommer nach Sylt oder vielleicht doch in die Toskana oder für 899 Euro nach Bangkok? Wer braucht da schon Heimat? Musikantenstadl? Kein schöner Land? Kuckucksuhren und vielleicht noch ein paar Blut- und Boden-Anklänge? Ist das nicht ein wenig gestrig, kleingeistig und vielleicht sogar peinlich? mehr...
  • Martin Fassnacht
    Apples Billig-iPhone – Fluch oder Segen?Apple erhöhte seit der Einführung des ersten iPhones im Ein-Jahres-Takt die Qualität wie auch die Preise des Designer-Smartphones. Den Anfang machte das erste iPhone im Jahr 2007. Es folgten 2008 das iPhone 3G, 2009 das iPhone 3GS und 2010 das iPhone 4. Von diesen Modellen sind mittlerweile nur noch das iPhone 3GS zum Preis von 519 Euro (8 GB) und das iPhone 4 zum Preis von 629 Euro (16 GB) in deutschen Apple-Stores erhältlich. Es gibt jedoch Hinweise, dass Apple in den nächsten Wochen nicht nur ein verbessertes iPhone-Modell (iPhone 5), sondern auch ein zweites neues Modell launchen wird. Bei Letzterem soll es sich – im Gegensatz zur gewohnten Strategie – um eine in Qualität und vor allem im Preis verminderte Variante des iPhone 4 handeln. mehr...
  • Jörg Aschenbrenner
    Freude am VerzichtMehr durch weniger? Wer den realen Kontakt sucht und im Gespräch aufmerksam zuhört, wird mit einem nuancierten Spannungsfeld in der Lebens- und Wertewelt der Generation 50plus konfrontiert. Sie scheinen das Vorzeichen ihres Suffixes in ‚Generation 50minus‘ zu drehen – denn ihre Maxime lautet häufig: „Freude am Verzicht“. Aber, und das ist das wirklich Überraschende, ohne jegliches Vermissenserlebnis. mehr...
  • Jan Sentürk
    „Wenn Frauen führen“Gleichberechtigung sagt noch lange nichts über Gleichbehandlung aus. Noch immer sind Frauen in Führungspositionen nicht nur in der Minderheit; sie müssen auch um die ihnen entgegengebrachte Akzeptanz als Führungskraft in einem männlich dominierten Umfeld kämpfen. Liegt ein Grund dafür in ihrer sozialeren Körpersprache? mehr...
  • Thorsten Garber
    Zukunftsweisende Markenfirmen kooperieren Zwei aktuelle Fälle belegen: Unternehmen arbeiten zunehmend als Partner an Zukunftslösungen. Prominente Beispiele lieferten jüngst Daimler mit BASF für ein Leichtfahrzeug sowie EADS und Altran für einen “Airport of the Future”. Angesichts der immer komplexer werdenden Welt liegt es ja auch nahe, dass einer allein kaum mehr alle Antwort auf vielschichtige Fragen künftiger Herausforderungen hat. mehr...
  • Christian Prill
    Quelle des Erfolgs Otto reanimiert die Traditionsmarke Quelle und startet damit ein Husarenstück der Markentechnik: Hinter dem eingeführten Namen wird alles anders. Kann der Otto-Konzern den Strukturwandel in positive Bahnen lenken? Die Welt der Wirtschaft steckt voller Irrationalität, wie aktuell die Börsen vorführen. Doch dass ein Management auch mit Vernunft und Konsequenz vorgehen kann, beweist die Otto-Gruppe bei der Wiederbelebung der Marke Quelle. mehr...
  • Andreas Kricsfalussy
    Der CMO ist tot – lang lebe der CMO!Jetzt hatten wir es gerade geschafft und Marketing an die „Spitze der Bewegung“ gehievt. Das drängen auf mehr Kundenorientierung, die Beseitigung der Servicewüste, generell die Bedeutung von marktorientierter Unternehmensführung, ist in Form des Chief Marketing Officers (CMOs) benamst und institutionalisiert worden. Geschafft, so denken wir. Doch gibt es ihn wirklich und hat der CMO etwas bewirkt oder ist der Chief lediglich ein modisches „buzz word“? Anders gefragt: Wie sichtbar ist Marketing als Maxime, Mittel, Methode (ganz konservativ nach Nieschlag/Dichtl/Hörschgen) heute in der deutschen Unternehmenslandschaft? mehr...
  • Michael Brandtner
    Was man von den großen Beratern lernen kannIm aktuellen Manager-Magazin (8/2011) heißt es unter anderem auf der Titelseite: „Unternehmen geben den Consultants schlechte Noten: Werden Berater überflüssig?“ Im Heft selbst heißt es dann: „DIE REIFEPRÜFUNG“ und gleich darunter: „Unternehmensberater: Die Kunden geben der Branche schlechte Noten, zeigt ein exklusiver Test. Wofür braucht man noch Berater? Die Consultants reagieren auf die Existenzfrage mit einer Ausweitung ihrer Geschäftsmodelle – und Abrechnungstricks.“ Nur – das ist aus Markensicht die genau falsche Reaktion. mehr...
  • Lothar Keite
    Ein Bazillus der Leichtfertigkeit im MarketingWer im Unternehmen etwas vorstellen will – Pläne, Projekte, Ergebnisse – der benötigt eine gute Präsentation und dafür Marktforschungsergebnisse: Wo gibt es passende Studien zu meinem Projekt? Das entspricht der Anforderung, nicht nur schöne Bilder, sondern auch Belege für Wirkung zu liefern. Die Erhebung von Meinungen ist dank Online-Umfrage schnell und einfach. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die Services von Verlagen, aber auch Online-Providern sind umfangreich. Doch welche Ergebnisse sind belastbar? mehr...
  • Christian Thunig
    Mitarbeiter verbaseln ihre Zeit als KreativchefWer kennt es nicht, insbesondere in der Planungszeit, die jetzt in einigen Unternehmen langsam wieder beginnt? Präsentationsstaffel-Läufe und Slide-Schlachten. Geschäftsführungen wollen überzeugt, Mitarbeiter mitgenommen und Partner informiert werden. Und womit beginnt alles? Richtig. Mit Power-Point. Ganz abgesehen davon, dass durch dieses Zauberprogramm von Microsoft mit einem Mal die einfältigsten Bulletpoints nach Strategie aussehen, hext das Programm auch noch jede Menge Zeit weg. mehr...
  • Markus Härtner
    Erreichbarkeit nach Feierabend – Fluch oder Segen?Flexibilität ist für Unternehmen und Mitarbeiter das Schlagwort der Stunde. Es besteht allerdings die Gefahr, dass moderne Technologien nicht mehr, sondern weniger Selbstbestimmung schaffen. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie sind 88 Prozent der Arbeitsnehmer dank Smartphone nicht nur während der Arbeitszeit immer und überall erreichbar, sondern auch nach Feierabend und im Urlaub. Dieses Ergebnis trägt der Tatsache Rechnung, dass sich das moderne Arbeitsleben in den letzten Jahren stark gewandelt hat. mehr...
  • Michael Brandtner
    Die fraktale Marke ist (leider) Realität Anfang/Mitte der 1990er-Jahre schockierte der damalige Trendguru Gerd Gerken die etablierte Marken- und Marketingwelt nach seinem „Abschied vom Marketing“ noch zusätzlich mit seiner Theorie der fraktalen Marke. Die Kernbotschaft damals: Die alte Markentechnik à la Hans Domizlaff und Co. ist tot. Heute müssen Marken sich immer wieder neu erfinden, sich neu darstellen und den Kunden überraschen. Die Marke darf sich quasi nie selbstähnlich werden. Sie darf für den Kunden nie greifbar und berechenbar werden. Sie muss immer neu, anders und aufregend sein. mehr...
  • Klaus-Dieter Koch
    Schweigende Unternehmen sind Wohltat für MarkenTransparenz, Authentizität und Glaubwürdigkeit – so heißen derzeit die Trends in der Unternehmens- und Markenkommunikation. Unzählige Unternehmen bemühen sich deshalb, durch verstärkte Kommunikation – etwa im Social Web –, bei Zielgruppen zu punkten. Eine interessante Entwicklung, die durchaus Charme und seine Berechtigung haben kann. Doch mich beschleicht immer häufiger das Gefühl, dass einige Unternehmen unter Zugzwang nur so tun, „als ob“. Lautstark versuchen sie, mit pseudotransparenten PR-Bemühungen Innovationskraft oder Jugendlichkeit vorzugaukeln. Ein solches Verhalten hat jedoch weder mit Transparenz, noch mit Authentizität und Glaubwürdigkeit zu tun – vielmehr ist es das Gegenteil von alldem. Wäre es nicht ehrlicher, zur rechten Zeit den Mund zu halten? mehr...
  • Jürgen Häusler
    Liebe oder Vertrauen?Großartige Marken, so der weitverbreitete Konsens in der Marketingwelt, werden von ihren Kundinnen und Kunden geliebt. Das Ziel aller Bemühungen heißt „lovemarks“ (Saatchi & Saatchi). Ihnen gilt unsere Bewunderung. Nur ihnen. Im Früchtekorb der Marketingwelt zählt so richtig nur der angebissene Apfel. So wollen alle Marken sein. Alles andere ist bestenfalls zweitklassig. mehr...
  • Christian Thunig
    Ergo hat den Bogen überspanntWenn es so einfach ist, den Fehltritt einer Marke zu kommentieren, erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar. Denn Sexpartys für verdiente Vertreter in ehemaligen Ostblockländern gepaart mit Abrechnungsfehlern bei der Riester-Rente sind so eindeutig markenschädigend, dass es keines großen Scharfsinnes bedarf. Aber dennoch gibt es aus Markenführungssicht Aspekte, die einer gesonderten Betrachtung bedürfen. Nicht zuletzt, weil in der absatzwirtschaft (Ausgabe 1/2/2010 „Im Schnellschuss Werte liquidiert“) viele Markenexperten vor der Einebnung der verschiedenen Marken im Ergokonzern gewarnt hatten – freilich aus ganz anderen Gründen. mehr...
  • Christian Scheier
    Entscheidet der Kopf oder der Bauch? „Kopf oder Bauch: wie der Mensch entscheidet“ lautete der Titel des 15. Berliner Kolloquiums der Daimler-Benz Stiftung im Mai diesen Jahres. Hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten die Frage, wie Menschen entscheiden – beim Konsum, bei politischen oder unternehmerischen Entscheidungen. Warum ist diese Frage noch immer oder wieder so aktuell? Es gibt doch kaum einen Bereich des Konsumentenverhaltens, der nicht schon eingängig untersucht wäre. Der Grund dafür liegt in den Forschungen von Daniel Kahnemann, der 2002 als erster Psychologe einen Nobelpreis in Ökonomie zugesprochen bekam. Sein Forschungsbereich der Verhaltensökonomie – Behavioral Economics – zeigt auf, wie Menschen entscheiden. mehr...
  • Martin Albrecht
    Wie man Irrtümer um Nachhaltigkeit vermeidetNachhaltigkeit ist als Schlagwort überall. Statt uns wieder mal nur mit der Frage zu beschäftigen, ob dies der nächste Hype ist, müssen wir Strategien entwickeln, ob und wie der hinter der Nachhaltigkeit stehende Wertewandel das Marketing und die Markenkommunikation verändern muss. Martin Albrecht, Geschäftsführer der Agentur Touchpoint, stellt die fünf größten Irrtümer in Sachen Nachhaltigkeit gerade und gibt dunkel- und hellgrünen Marketingverantwortlichen eine Checkliste an die Hand, mit der eine Markendifferenzierung über Nachhaltigkeit gelingt. mehr...
  • Christian Prill
    Krücken im SchaufensterEs sind Schaufenster, wie aus der Zeit gefallen: Produkte in Kartons gestapelt, dazu mit Plastikblumen dekorierte Krücken und Rheumawäsche im Jutesack-Look. So sahen Sanitätshäuser vor 40 Jahren aus und so sieht man sie noch heute. Mancher fühlt sich an die DDR erinnert, wo es nicht um Verkauf, sondern um Bedarfsdeckung ging. Und die Assoziation ist durchaus richtig: Geh-Hilfen, Bandagen oder Inkontinenzhilfen kauft man nicht aus Spaß, sie werden verschrieben und abgeholt. Doch Sparzwänge im Gesundheitswesen haben auch in den Markt medizinischer Hilfsmittel Bewegung gebracht. mehr...
  • Christian Thunig
    Daten als Produktionsfaktor schützenDaten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Dieses Bild wird immer wieder gerne recht plakativ insbesondere von Beratern bemüht. Und man kann es fast schon nicht mehr hören. Aber gerade in diesen Tagen erfüllt sich diese Prophezeiung mit Leben und zeigt, wie wichtig ein kluger und von höchsten Sicherheitsstandards geprägter Umgang insbesondere mit personenbezogenen Kundendaten ist. mehr...
  • Charles Greene
    Wie man eine Marke zum Leben erwecktSie fahren gerade von einem Teil der Stadt zu einem anderen. Sie sind in großer Eile, als Sie auf eine rote Ampel zusteuern. Vor Ihnen blockieren zwei Autos beide Fahrbahnen. Das Auto in der einen Spur ist ein BMW. Das Auto in der anderen ein Mercedes. Hinter welchem Auto halten Sie? mehr...
  • Jesko Perrey
    Brot & Butter vor Twitter & Co. Alle reden von der digitalen Revolution. Ob es wirklich eine ist, sei einmal dahingestellt. Tatsache aber ist: Kein Händler kann sich dem Hype entziehen, den das Internet mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten erzeugt. Täglich entstehen Internetdienste und Applikationen, die neue Marketingchancen bieten. Der jüngste Clou sind lokale Netzwerke: Das Webportal Groupon betreibt schwunghaften Handel mit Rabattgutscheinen und gilt bereits als Shootingstar des regionalen Onlinemarketings. Facebook startete vor kurzem die Plattform Places, auf der Einzelhändler gezielt Konsumenten im Umkreis ihres Geschäfts bewerben können. Mobile Apps wie Gowalla versorgen Smartphone-Nutzer mit Angeboten vor Ort. mehr...
  • Michael Brandtner
    Die 3-Basis-Rs des Social-Media-MarketingsKürzlich schrieb Rance Crain, der Herausgeber von Advertising Age: „Wie beeinflussend ist Ihr Social-Media-Programm wirklich, wenn es Ihnen nicht hilft, Ihr Produkt zu verkaufen?“ Das ist eine mehr als berechtigte Frage. Denn wenn man sich die meisten Social-Media-Kampagnen ansieht, geht es anscheinend nur um Auffallen, Auffallen und Auffallen. Vergessen wird anscheinend das Thema Verkaufen, Verkaufen und Verkaufen. mehr...
  • Ralf Strehlau
    Mitarbeiter für Kommunikation im Social Web nutzen Tagtäglich wird den Marketing- oder Kommunikationsverantwortlichen vor Augen geführt, dass Social Media ein Muss ist. Etablierte Agenturen wie neue Dienstleiter verdeutlichen die Notwendigkeit und schlagen innovative und manchmal auch verrückte Konzepte vor. Ist das der einzige Weg? mehr...
  • Prof. Gunter Dueck
    Innovation JamOb Kundenbegeisterung, Innovationskraft oder Markterfolg – häufig stehen im Rampenlicht der Medien vor allem Unternehmen, die beliebte Elektronikgadgets und IT-Spielzeuge herstellen. Für vorbildliche Erneuerung stehen jedoch vor allem IT-Konzerne im B-to-B-Geschäft. Aber wie fördert ein Unternehmen seine Entwickler vom Fachidioten zum Kundenversteher? Wie erzeugt eine Organisation den Drang zu selbsterklärender Technologie, um Kundenbedürfnisse optimal zu befriedigen? Nun, ich baue am liebsten Prototypen und lasse diese von Kunden testen, bis sie begeistert schauen und fragen, wie viel es als neues Produkt kosten würde und im besten Fall, ob sie es sofort kaufen können. In all den Innovationsprozessen ist das leider selten vorgesehen. Früher nahm man sich mehr Zeit dafür. Heute glaubt man an Speed. mehr...
  • Thorsten Garber
    Kernenergie gehört schon lange vom MarktDas Aus der Atomkraft scheint eine Frage der Zeit – Stand heute. Die neu entfachte Diskussion über die Erzeugung von Kernenergie verläuft jedoch noch unter dem Schock der Bilder aus Fukushima in Japan. Angst, Schrecken, Entsetzen, Furcht oder Skepsis – dies alles seien schlechte Ratgeber für eine besonnene Entscheidung über unsere künftige Versorgung, warnen Energieexperten. Nur zwei Fragen dazu: Dürfen wir uns noch allzu lange Zeit nehmen mit Blick auf die mit Atommeilern übersäte Landkarte Europas? Und hätten wir ein anderes Produkt, von dem eine vergleichbare Gefahr ausgeht, nicht schon längst vom Markt genommen? mehr...
  • Michael Brandtner
    Was Nokia jetzt tun sollteNoch vor wenigen Jahren war Nokia der gefeierte Handy-Superstar. Aus einem ehemaligen breitsortierten finnischen Gemischtwarenladen wurde Mitte der 1990er-Jahre durch eine klare Fokussierung auf Mobiltelefone die wertvollste Elektronikmarke der Welt, wertvoller als Sony, Samsung, Philips oder Siemens. Nur heute hat Nokia den Fokus verloren, weil Apple mit dem iPhone eine neue Marktkategorie schuf. Früher hatten wir nur Mobiltelefone. Heute haben wir zwei Arten von Mobiltelefonen, nämlich herkömmliche Phones und Smartphones. Den Markt für Mobiltelefone dominiert Nokia immer noch. Auf dem Markt für Smartphones ist man massiv auf Talfahrt. mehr...
  • Klaus-Dieter Koch
    Was lernen Marketer aus dem Nokia-Debakel?Es muss im März 2007 gewesen sein: Apple-Chef Steve Jobs hatte gerade das brandneue iPhone vorgestellt und sein ehrgeiziges Absatzziel verkündet: bis Ende 2007 wolle er weltweit zehn Millionen iPhones verkaufen. In all dem Presserummel, den das iPhone ausgelöst hat, blieb mir die arrogante Ruhe eines Nokia-Managers im Gedächtnis, der sinngemäß sagte: „Zehn Millionen Handys ist gar nichts, das verkaufen wir bei Nokia in zwei Wochen.“ Die Rechnung war nicht mal übertrieben: 2006 setzte Nokia 347 Millionen Geräte ab, 2007 sogar 437 Millionen. Vier Jahre später ist es soweit. Der Absturz von Nokia ist da – tiefer und brutaler als man es sich hätte vorstellen können. mehr...
  • Prof. Franz-Rudolf Esch
    Der Super Bowl und die deutschen Automobilbauer Der Super Bowl bricht alle Superlativen der Werbung! So scheint es, wenn man sich die Werbepausen des diesjährigen Super Bowls anschaut. Der Detroiter Autokonzern Chrysler bucht erstmals in der Geschichte 120 Sekunden für seine Werbebotschaft und lässt sich dies neun Millionen US-Dollar (USD) kosten. Diesen Preis verlangt der Fernsehsender Fox für die Ausstrahlung des Werbespots. Ähnlich dominant wirkt der Auftritt von Chevrolet. Diese Marke verteilte Werbeauftritte über drei der vier zur Verfügung stehenden Quarter mit sechs Spots, die eine Werbelänge von 210 Sekunden aufweisen. Bei einer Kalkulation von drei Millionen USD pro 30 Sekunden würde dies mit einem Werbespending von rund 21 Millionen USD zu Buche schlagen. Werbung beim Super Bowl ist also ein richtiges Investment. mehr...
  • Prof. Hermann Simon
    Realitätssinn statt TrendgläubigkeitVisionen und Ideen sind gut. Gerade in der Wirtschaft kommt es aber auf die Umsetzung an. Besonders Großunternehmen brauchen noch zu lange oder erreichen ihre anvisierten Ziele nicht. Schnelligkeit und Effizienz hängen entscheidend von der nachhaltigen Durchsetzungskraft ab. Die Basis für Entscheidungen müssen Fakten liefern. Träumen kann man vom Urlaub. mehr...
  • Frank Dopheide
    Am besten verkaufen sich die alten MännerSeit mittlerweile zwei Jahrzehnten leidet unsere Gesellschaft unter dem gelenkten Jugendwahn. Helmut Thoma, der damalige RTL-Chef, hat sozusagen die Cremedose der ewig jungen Pandora geöffnet. Damals noch als Marketingclou gedacht, beschloss er: alle über 40 gehören zum alten Eisen und nicht zu unserer Zielgruppe. Die anderen Medien ließen sich nicht lang bitten und stimmten mit ein. Der Stress begann. Weltweit gab es keine Marketingpläne mehr, in der eine Zielgruppe über 40 Jahre zu finden war. mehr...
  • Ferdinand Dudenhöffer
    Gehen den Autobauern die Autos aus?Am 7. Februar 2011 fehlten auf dem deutschen Automarkt exakt 264 000 neue Fahrzeuge. Das hat das Automotive Institute der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers (PwC) ausgerechnet und breitflächig mitgeteilt. Kunden, die ihr Auto beim Kauf individuell konfigurieren, müssen laut PwC Anfang Februar 2010 im Durchschnitt 13 Wochen bis zur Auslieferung warten. Bei einigen Modellen gebe es sogar Lieferzeiten von bis zu sieben Monaten. Üblich seien hier bislang Lieferzeiten von acht Wochen gewesen. Gehen also den Autobauern die Autos aus? mehr...
  • Hartmut Scheffler
    Gegenrede: Kontrollverlust über die Markenkommunikation!? Derzeit ist die Zukunft der Kommunikation mehr als ungewiss. Was ist richtig, was falsch: Verlieren Unternehmen die Kontrolle über ihre Markenkommunikation vollständig, so dass die Säule des strategischen und operativen Marketings erodiert; oder werden Unternehmen und Marken die Kommunikationshoheit behalten, weil sie intelligent agieren werden und Social Media zu relevanten Teilen nur ein Hype ist? Im Folgenden will ich zwei Thesen vorstellen, die sich beide gut begründen lassen. Was meinen Sie? mehr...
  • Christian Thunig
    Von wegen BeraterbankJetzt ist es raus. Der Kunde spielt bei Banken – entgegen anders lautender Slogans – eine untergeordnete Rolle. Das, was wir schon immer belegt gefunden haben in Recherchen (absatzwirtschaft hatte dazu in der 6/2008 eine Titelgeschichte), ist jetzt noch näher beleuchtet worden. Denn die Universität Oldenburg untersuchte die Vertriebsstrategie von 127 Groß- und Volksbanken sowie Sparkassen. Der Schönheitsfehler vorweg: Die Studie ist statistisch nicht repräsentativ und kommt von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Aber sie ist ein weiterer Baustein, der die bisherigen Ergebnisse rund um die Beratungsqualität von Banken gut ergänzt. mehr...
  • Klaus Brandmeyer
    Wo sind die schönen rundlichen Dove-Frauen geblieben? Ihr Erscheinen auf der Werbebühne hat seinerzeit fast hysterische Belohnungsschreie ausgelöst. Kaum ein Kreativ- oder Markenwettbewerb, der das Unilever-Marketing nicht auf die Bühne geholt und mit Preisen ausgezeichnet hat. Die Kampagne weitete sich über die klassische Werbung hinaus ins Internet aus, Frauen fühlten sich befreit vom Joch werblicher Schönheitsideale, fanden sich in Selbstbestimmungs-Communitys zusammen, das Frauenbild schien über Nacht geändert. Befreit von dem verpflichtenden Gefühl, die Werbung möge bitte den Verkauf der Dove-Kosmetik fördern, schwebten auch die Macher ob derartiger Resonanz auf Wolke Sieben. mehr...
  • Alessandro Panella
    Der Beginn einer guten BeziehungWo ist sie, die werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen? Haben wir den Kontakt zu ihr verloren? Mit Print als Leitmedium kommen wir ihr nicht mehr nahe. Auch nicht mit TV. Im Jahr 2010 haben wir wieder mehr Geld in Fernsehen investiert, seine Bedeutung für die Menschen hat es dennoch eingebüßt. Hier lesen Sie, was es für Werbetreibende zu tun gibt. mehr...
  • Thomas Koch
    TV: Zurück in die Unterschicht? Wir leben inmitten einer Revolution: Der Umwälzung unserer Medienlandschaft. Die Fachleute sind sich einig, dass das Internet die Welt verändert, wie es zuvor nur dem Buchdruck gelang. Und die Auswirkungen auf die herkömmlichen Medien sind bislang kaum abzusehen. Die Printmedien kriseln weltweit. Mit den Auflagen sinken ihre Anzeigenerlöse und damit der Grundpfeiler ihrer Existenz. Zwar steigt noch der Fernsehkonsum, aber durch die zunehmende Parallelnutzung der Medien scheint auch das Leitmedium TV an Attraktivität (siehe auch Folge 1: TV: Vom Leit- zum Begleit-Medium?) zu verlieren. mehr...
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Kolumnen-Autoren

David Aaker - Der Markenguru

  • Er hat das Markenwertmodell "Aaker Model" erfunden und über 100 Artikel und 15 Bücher veröffentlicht. Als Vice Chairman berät David Aaker zudem exklusiv die Kunden der Agentur Prophet.

Michael Brandtner

  • Brandtner ist Spezialist für strategische Marken- und Unternehmenspositionierung, außerdem Associate bei Ries & Ries sowie Autor des Buches "Brandtner on Branding". Sein Blog: www.brandtneronbranding.com

Vince Ebert - Der Physiker und Kabarettist

  • Vince Ebert ist Physiker und Kabarettist und mit seinem Bühnenprogramm "Freiheit ist alles" deutschlandweit auf Tournee. Er ist zudem Kolumnist der absatzwirtschaft. Tourdaten unter www.vince-ebert.de.

Jürgen Gietl

  • Jürgen Gietl, Managing Partner bei Brand Trust, ist Spezialist für Technologiemarken, B2B-Markenführung und Markenarchitektur. Er begleitet Konzerne und mittelständische Unternehmen bei Entwicklung und Umsetzung von Markenstrategien. Er ist Autor des Buches VALUE BRANDING. Brand Trust

Jürgen Häusler

  • Jürgen Häusler ist Chairman von Interbrand Central and Eastern Europe. Der Markenexperte betreut renommierte Unternehmen in der strategischen Markenführung. Er ist Honorarprofessor für Strategische Unternehmenskommunikation an der Universität Leipzig, publiziert laufend zum Thema Marke und hält Vorträge an Universitäten, auf Kongressen und Tagungen.

Malte W. Wilkes

  • Malte W. Wilkes ist Seniorpartner der Management Consultancy Erfolgsketten Management Wilkes Stange GbR, Redner, Moderator, Diskutant, Buchautor, Pionierexperte in Customer Centricity und Ehrenpräsident des BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater.