absatzwirtschaft Kolumne 2008

  • Jürgen Häusler
    Wer will noch eine Bank sein?„Eine Bank sein", erklärt der Duden, bedeutet als umgangssprachliche Redewendung „ein sicherer Erfolg sein“. Zwei Dinge fallen ins Auge. Zunächst: Wer hätte im Gralshüter der deutschen Sprache eine Quelle derart tiefgründigen, geradezu britischen Humors vermutet? Aber auch umgekehrt: Welches grosse Ausmass an über Generationen gewachsenen Vertrauens in eine kommerzielle Institution spiegelt sich in der Tatsache wieder, dass „eine Bank sein" in unserem alltäglichen Sprachgebrauch zum Synonym entwickelt hat für „zuverlässig zum Erfolg führen“? mehr...
  • Hermann Simon
    Hidden Champions und KrisenEs ist interessant, wie die Hidden Champions mit Rezessionen und Krisen umgehen. Sie scheinen mehrheitlich von Rezessionen und Krisen zu profitieren. Jedenfalls vertrat gut die Hälfte der Unternehmenschefs die Meinung, dass sie besser durch eine Rezession kommen als die Branche insgesamt. mehr...
  • Frank Hollmann
    Chinesische Milch-Pantscher werben um VertrauenMit einer gewaltigen Werbekampagne versuchen Chinas große Milchproduzenten, das Vertrauen der Konsumenten zurück zu gewinnen. Im chinesischen Fernsehen laufen seit einigen Wochen lange Spots, in denen Unternehmen wie Mengniu oder Yili die gesamte Produktionskette erklären. mehr...
  • Michael Brandtner
    Wo zum Teufel ist Kodak? Wie jedes Jahr veröffentlicht Interbrand die wertvollsten Marken der Welt. Nur dieses Jahr hat sich eine Traditionsmarke aus den „Best Global Brands 2008“ verabschiedet. Und es ist nicht irgendeine Marke. Es ist eine Marke, die noch 1999 mit einem Markenwert von 14,8 Milliarden US-Dollar auf Platz 16 lag. mehr...
  • Bernd M. Michael
    Steht uns das einstufige Marketing ins Haus?Niketown war der Anfang. Apples Neueröffnung in Beijing im letzten Monat schon eher eine Routine-Meldung, auch wenn sie durch die Weltpresse ging. Niveas „Haus der Schönheit“ in Hamburgs feinster Meile ließ aufhorchen. Und Dell – der Erfinder des reinen Online-Verkaufs – beginnt jetzt offline, unser Straßenbild zu bereichern. mehr...
  • Klaus Brandmeyer
    Audi auf der Olympia-SpurDass die Taxifahrer in Peking Mercedes fahren würden, hatte vernünftigerweise niemand erwartet. Eher war man darauf eingestellt, dass die deutsche S-Klasse-Marke den Chauffeuren der VIP’s vorbehalten blieb, von denen es während der Olympiade reichlich gab. Man hatte ihnen auf den breiten Straßen der Stadt eine eigene Fahrspur eingeräumt, markiert durch die olympischen Ringe. mehr...
  • Jürgen Häusler
    Hochmut vor dem Fall?Ein finanzieller Erfolg war die Euro 2008 für die Veranstalterin wohl allemal: „Uefa sahnt ab“ – so die Marketingpresse. Eine Milliarde Euro bleibe ihr unter dem Strich. Erfreut zeigen sich denn auch die Verantwortlichen. Weniger euphorisch dürften die Sponsoren der Veranstaltung urteilen. Sportsponsoren geraten angesichts dramatisch steigender Aufwendungen generell bereits intern unter zunehmenden Rechtfertigungsdruck. mehr...
  • Klaus Peter Nebel
    Wer denkt, der denkt nur, dass er denkt Wenn die These stimmt, dass eine Marke sich vor allem im Kopf der Rezipienten abspielt, wäre es ja nicht schlecht zu wissen, unter welchen Bedingungen sich das abspielt. Nun ist ja Hirnforschung in aller Munde, aber von dort ins Hirn, wo das Kognitive entsteht, ist es dann doch ein weiterer Weg als die biologisch bedingte Nachbarschaft beider Organe vermuten lässt. mehr...
  • Michael Brandtner
    Coca-Cola in Panik?Was ist los mit Coca-Cola? Auf einmal – fast aus heiterem Himmel – wirbt die Coca-Cola-Company damit, dass Coca-Cola seit 1886 ohne zugesetzte Konservierungsstoffe und ohne künstliche Aromen auskommt. Ist das die Antwort auf Red Bull Simply Cola, das mit „strong & natural“ wirbt? Es scheint so. Und das ist markenstrategisch gesehen ein schwerer Fehler. mehr...
  • Michael Raum
    Der Vertrieb ist nur so gut wie seine VertriebsleitungUnsichere konjunkturelle Rahmenbedingungen, härterer Wettbewerb und massiver Kostendruck – viele Unternehmen haben die Chance verpasst, ihren Vertrieb darauf einzustellen. Eine Vorgehensweise wie vielleicht vor fünf Jahren ist heute nicht mehr bezahlbar und effizient. Vorhandenes Kundenpotenzial schöpfen Unternehmen häufig nicht aus. mehr...
  • Jan Döring
    Marketingkommunikation 2020: Offline oder Online? Falsche Frage!Die Branche scheint sich uneins: Die einen prophezeien den Niedergang von Print- und TV-Werbung. Die anderen sehen in Online bestenfalls eine Ergänzung der "klassischen" Medien. Die bevorstehenden Veränderungen in der Marketingkommunikation sind aber vermutlich wesentlich tiefgreifender... mehr...
  • Bernd M. Michael
    Wie viel Push hält das Internet aus?Push oder Pull sind plötzlich zum heißen Diskussionsthema unter Marketing-Experten geworden. Welche strategische Leitlinie verspricht den größten zählbaren Erfolg? Die Push-Freunde führen Argumente an, die sich in erster Linie auf die Gemütslage der Käufer beziehen. mehr...
  • Jürgen Häusler
    Darf Wasser zur Marke werden?Im spanischen Saragossa widmet sich die Expo 2008 dem Thema „Wasser und nachhaltige Entwicklung“. Ein gut gewähltes Thema. Aktuell und relevant. Unsere Welt besteht grösstenteils aus Wasser. Auch wir Menschen bestehen bekanntlich zu zwei Dritteln aus Wasser. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Klassische Pitches sind closed shopWerbepitches sind eine verschleierte Welt. Streit über Klarheit und Wahrheit im Verfahren gibt es zwischen Kunden und Agenturen immer wieder. Doch auch hochkarätige Agenturen verweigern sich der Transparenz… mehr...
  • Thomas Pöck
    Zehn Stellhebel erklären den Erfolgsunterschied bei UnternehmenStrategische Entscheidungen haben häufig den Charakter von „trial & error“. Nur wenige Führungskräfte haben in ihrer Karriere die Möglichkeit, langjährige Erfahrungen mit Strategien zu sammeln. Daher ist es nicht überraschend, dass sich Fehler wiederholen. In der heutigen Zeit kann sich jedoch kein Unternehmen strategische Fehler leisten. mehr...
  • Bernd M. Michael
    Ist das Employer Branding die neue Geheimwaffe im Wettbewerb?Die entscheidende Ressource der Zukunft scheint das zu werden, was man heute auf neudeutsch „Human Capital“ nennt. Das Wissen und die Motivation des Personals entwickeln sich zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Wem es gelingt, die Besten an sich zu ziehen, schafft Vorsprünge. Und die Besten gehen bevorzugt zu Unternehmen mit dem höchsten Ansehen und einer einzigartigen Reputation. mehr...
  • Jürgen Häusler
    Marken machen NationenMarken machen Nationen? Warum stocken wir beim Lesen dieses kurzen Satzes? Weil wir gewohnheitsmässig die Kausalität in entgegengesetzter Richtung für naturgegeben halten: Nationen machen Marken. mehr...
  • Udo Klein-Bölting
    Marketing ist nicht l’art pour l’artDie aktuelle Fusionswelle etwa im Bereich Handel und Finanzen beflügelt die Phantasie der Börse und Öffentlichkeit und treibt die Konsolidierung weiter voran. Man rechnet mit Kosteneinsparungen in Millionenhöhe, dem drastischen Abbau von Arbeitsplätzen, aber auch neuen Wachstumspotenzialen. So wie eben bei jedem Merger. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Non-scripted ist die neue AnmacheWerbung ist meistens streng durchdacht: Saubere Kommunikationsanalyse, konsequente Strategieentwicklung, klare Briefings, stringente Konzeption, kreative Umsetzung nach Regeln der Wissenschaft. Und doch wenden sich Gruppen mehr und mehr von ihr ab. Die gewollte, die geplante Wirkung bleibt aus. Markenwerte sinken, der Kunde wird eine flüchtige Gestalt. Er überblättert, was zu überblättern gilt. mehr...
  • Bernd M. Michael
    If you cannot beat them, join them Wer Brüssel unterschätzt, schadet sich selbst. Das gilt vor allem in Sachen Werbung und Marketing. Die jüngste Einschränkung der Alkohol-Werbung ist ein typischer Fall: Der permanente Aufschrei von Herstellern, Handel, Agenturen und Verbänden über Brüssels anhaltende Regulierungswut führt zum wiederholten Male ins Leere. Schlimmer noch: er ist schlicht unintelligent. Warum? mehr...
  • Andreas Rapp
    Die richtige Agenturvergütung: Es gibt die Billigen und die BesonderenDer Honorardruck auf Agenturen wächst. Die Kunden verlangen mehr Leistung zu meist gleich bleibenden Honoraren. Neue Kommunikationsfelder wie Online-Marketing, Guerilla-Werbung, CRM, Mobile-Marketing – um nur einige zu nennen – führen zu komplexeren Aufgabenstellungen an die Macher. mehr...
  • Miriam Meckel
    Abschalten ist überlebensnotwendigDie Mehrheit der Menschen gehört heute zur Gattung des „homo connectus“. Sie will die permanente kommunikative Vernetzung und Erreichbarkeit, fühlt sich von ihr aber zugleich geplagt oder gar überfordert. Bei der Menge an Emails, die wir täglich verarbeiten müssen, ist das auch kein Wunder. mehr...
  • Jürgen Häusler
    Wirkung oder Moral?Moralisch entrüsten wir uns immer mehr über entlarvte Dopingsünder. Unlängst verdarb uns im Tennis das „Ende einer Prinzessin“ mindestens das Wochenende. Im Radsport leiden wir monatelang am Schrecken ohne Ende. Und was geschieht, wenn im Kampf China gegen den Rest der Welt der saubere Sport vorhersehbar immer nur hinterherlaufen wird? mehr...
  • Christian Prill
    Unabhängigkeit in GefahrIn halbseitigen Zeitungsanzeigen ging es vor kurzem zur Sache: „Wer etwas aufgeben will, geht zur Post. Wer etwas aufbauen will, zum unabhängigen AWD.“ So teilte der Finanzvertrieb AWD in Richtung Postbank aus. Die Botschaft soll wohl sein: Während wir AWDler bei der Auswahl der Finanzprodukte unabhängig sind und auch bleiben, ist das bei der Postbank nicht gewährleistet. mehr...
  • Michael Brandtner
    Obama´s MarketinglektionBarack Obama ist auf dem Vormarsch und viele sehen den Erfolgsfaktor in seinem dynamischen Auftritt. Seine Wahlreden haben bereits Kultcharakter. Manche vergleichen seine Veranstaltungen bereits mit denen von Rockstars. Aber Obama reißt nicht nur mit. Amerika weiß vor allem, wofür er steht. Das ist der wirklich entscheidende Faktor. mehr...
  • Malte W. Wilkes
    Werbung kann sofort Geld schöpfen Werbewertschöpfung fokussiert sich traditionell auf Kreativität. Doch dieses „unvergleichlich Schöpferische“ ist nur ein kleiner Teil des gesamten Prozesses. Richtig Geld verbrennen Unternehmen und Agentur oft gemeinsam bei Planung und Umsetzung. Sind für ein Produkt zum Beispiel in einem Jahr 18 Mailings geplant, so wird diese Zahl in vielen Unternehmen nicht erreicht. Wir haben das nicht geschafft, heißt es. mehr...
  • Bernd M. Michael
    "Gestern" ist heute wieder chic Zwei Phänomene haben derzeit Konjunktur. Einmal die Frage junger Leute nach gefälschten Luxus-Marken. Sie nennen sie „Fakes“ und distanzieren sich damit vom Establishment. Das zweite ist die Renaissance der Traditionsmarken. Die begann ebenfalls bei den Jugendlichen und dehnt sich inzwischen auf alle Altersschichten aus. Beidesmal reagieren Konsumenten auf einen allgemeinen Mangel an Orientierung. mehr...
  • Hajo Riesenbeck
    Nicht morgen, sondern schon heuteWundermedium Internet: In Geschwindigkeit, Interaktivität und Kosteneffizienz schlägt es jeden anderen Marketingkanal. Doch die Netzwelt birgt auch Risiken. Wer ihren Fallstricken entgehen will, muss technisch und strategisch nachrüsten. Nicht morgen, sondern schon heute. mehr...
  • Vok Dams
    Was heißt heute Live-Marketing?Ein Jahr ist es her, dass sich der FAMAB, ehemals noch im Untertitel die Begriffe Design, Exhibition, Events, als „Verband Direkte Wirtschaftkommunikation“ neu positionierte und damit auf die aktuelle Veränderung des Marktes, die veränderten Tätigkeitsfelder seiner Mitglieder und eine Veränderung seiner Mitglieder-Struktur reagierte. mehr...
SERVICES & SHOP

Kolumnen-Autoren

David Aaker - Der Markenguru

  • Er hat das Markenwertmodell "Aaker Model" erfunden und über 100 Artikel und 15 Bücher veröffentlicht. Als Vice Chairman berät David Aaker zudem exklusiv die Kunden der Agentur Prophet.

Michael Brandtner

  • Brandtner ist Spezialist für strategische Marken- und Unternehmenspositionierung, außerdem Associate bei Ries & Ries sowie Autor des Buches "Brandtner on Branding". Sein Blog: www.brandtneronbranding.com

Vince Ebert - Der Physiker und Kabarettist

  • Vince Ebert ist Physiker und Kabarettist und mit seinem Bühnenprogramm "Freiheit ist alles" deutschlandweit auf Tournee. Er ist zudem Kolumnist der absatzwirtschaft. Tourdaten unter www.vince-ebert.de.

Jürgen Gietl

  • Jürgen Gietl, Managing Partner bei Brand Trust, ist Spezialist für Technologiemarken, B2B-Markenführung und Markenarchitektur. Er begleitet Konzerne und mittelständische Unternehmen bei Entwicklung und Umsetzung von Markenstrategien. Er ist Autor des Buches VALUE BRANDING. Brand Trust

Jürgen Häusler

  • Jürgen Häusler ist Chairman von Interbrand Central and Eastern Europe. Der Markenexperte betreut renommierte Unternehmen in der strategischen Markenführung. Er ist Honorarprofessor für Strategische Unternehmenskommunikation an der Universität Leipzig, publiziert laufend zum Thema Marke und hält Vorträge an Universitäten, auf Kongressen und Tagungen.

Malte W. Wilkes

  • Malte W. Wilkes ist Seniorpartner der Management Consultancy Erfolgsketten Management Wilkes Stange GbR, Redner, Moderator, Diskutant, Buchautor, Pionierexperte in Customer Centricity und Ehrenpräsident des BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater.